"Take Five" mit Till

Musiklehrer Pat Fritz freut sich mit seinem Schüler Till Kliemt über dessen Erfolg bei „Jugend musiziert“.

Vorgestellt: Till Kliemt (12). Er tritt im Landeswettbewerb „Jugend musiziert“ an.

Man weiß nicht, wer sich mehr freut über den Erfolg des jungen Gitarristen Till Kliemt (12) – er selbst oder sein Musiklehrer Pat Fritz. Till hat bei „Jugend musiziert“ in seiner Altersgruppe einen ersten Platz im Regionalwettbewerb für den Bereich Hamburg Süd/West gemacht und wird am 28. März in der Jugendmusikschule im Mittelweg im Landeswettbewerb antreten.
Antreten wird Till im Fach „Gitarre Pop“. Und da ist er ein Unikum. Denn sein Instrument ist die akustische Gitarre. Seine Mutter Michaela Kliemt lacht, als sie sich erinnert, wie sie ihn zum Regionalwettbewerb begleitet hat: „Wir haben gedacht: Sind wir hier richtig? Alle kamen mit der E-Gitarre, nur Till nicht.“ Das Ergebnis zeigt: Till war hier genau richtig. Acht bis zehn Minuten lang
musste er vorspielen, fünf kurze Stücke hat er zum Besten gegeben, darunter „Take Five“. Till: „Das ist mein Lieblingsstück.“
Begonnen mit dem Gitarrenunterricht hat er als Erstklässler, im September 2008. „Er war sehr musikalisch, setzte sich selbst aber zu sehr unter Druck “, erkannte Sänger und Gitarrist Pat Fritz, der die Musikschule „Learn & Play“ betreibt. Und dann gab es das Problem mit dem Notenlesen. Erst nach mehr als einem Jahr Unterricht flog auf: Till konnte die Stücke so schnell auswendig, dass er nicht gelernt hatte, Noten zu lesen. Das nachzuholen war eine bittere Phase. „Da musste ein ganz neuer Anfang gemacht werden, und das war schwer“, erinnert sich seine Mutter. „Aber danach fing es an, richtig Spaß zu machen“, sagt sein Musiklehrer. Till nickt dazu. Und erzählt, dass er sich seine Gitarre vom Taschengeld zusammengespart hat.
Inzwischen hat er auf eigenen Wunsch auch Klavierunterricht. Sein älterer Bruder Niels spielt Klarinette. Also eine Familie mit Musiktradition? „Nein“, sagt Mutter Michaela. „Überhaupt nicht! Ich kann noch nicht mal Noten lesen. Gerade deswegen bin ich mit ihnen ins Klingende Museum gegangen und habe sie ausprobieren lassen, welches Instrument ihnen liegt.“
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