Stunk um "Stamp"

Stamp, das Straßenfestival der Altonale, zog 300.000 Menschen in die Große Bergstraße und die Neue Große Bergstraße.
 
ECA-Geschäftsführer Klaus Peter Sydow erklärt: Die Altonale hat in diesem Jahr Altona-Altstadt so vernachlässigt, dass alles Geld der dortigen Kaufleute in eigenständige Kultur-Maßnahmen fließen musste, damit Altona-Altstadt nicht ganz abgehängt wurde. Für "Stamp", das Straßenfestival der Altonale, blieb deshalb nichts übrig.

Geschäftsleute aus Altona-Altstadt sind sauer auf Festival-Macher.

Mit Empörung haben die Geschäftsleute der EinkaufsCity Altona ECA auf die Vorwürfe reagiert, die der Altonale-Geschäftsführer Manfred Pakusius ihnen gemacht hat: Die Kaufleute hätten, sagt er, sich finanziell nicht genug für das Straßenfestival „Stamp“ ins Zeug gelegt. Er droht damit, deshalb das Festival aus der Großen Bergstraße und Neuen Großen Bergstraße abzuziehen.
Die Geschäftsleute der ECA kämpfen seit Jahrzehnten für die Belebung ihres Umfelds. Kein Wunder, dass sie empfindlich reagieren, wenn man sagt, sie täten nicht genug für ihre Straße. Aber Klaus Peter Sydow, Geschäftsführer des ECA, erkennt im Handeln des erst im Herbst 2011 eingesetzten neuen Altonale Chefs Manfred Pakusius auch Absicht - die Absicht, alle Altonale-Events, darunter auch Stamp, aus Altona-Altstadt abzuziehen. „Die Altonale hat quasi die Große und Neue Große Bergstraße aus dem Altonale Straßenfest rausgeschmissen und wollte dieses auf Ottensen begrenzen.“
Auch aus der Aktion „Kunst im Schaufenster“ sei man ausgeklammert worden: „Sie wurde für unseren Bereich ohne jegliche Kommunikation seitens der Altonale gestrichen. Erst auf Nachfrage einzelner Ladenbesitzer kam das heraus“, so Sydow.
Der ECA reagiert auf diesen Affront mit einer eigenen Kunst-Aktion, die am Freitag, 14. September, um 19 Uhr eröffnet wird. (Große Bergstraße 229). Sydow weiter: „Diese uns von der Altonale aufgezwungenen Ersatzmaßnahmen haben den ECA und den Einzelhandel in Altona-Altstadt bis an die finanzielle Grenze belastet, so dass man weiteres Geld von uns nicht erwarten kann. Das ist Herrn Pakusius auch bekannt.“
Pakusius konnte „Stamp“ dieses Jahr nur knapp und kann es 2013 wahrscheinlich gar nicht mehr als selbstständiges Event finanzieren. Voraussichtlich muss das Straßenfestival aus Kostengründen wieder in das große Kulturfest Altonale integrieren werden. Von dort hatte man es erst dieses Jahr ausgegliedert.
Ein Rückwärtssalto also - für den, so Sydow, die Altonale-Macher den ECA verantwortlich machen. „Aber die Sündenbock- Rolle nehmen wir nicht an!“

"Was Tolles auf dem Silbertablett"
Altonale-Geschäftsführer Manfred Pakusius verwahrt sich gegen den Verdacht, er wolle die Altonale aus Altona-Altstadt abziehen. Allerdings seien in nächster Zeit dort so viele Neubauten geplant, dass das Kulturfest auch im nächsten Jahr an diesem Standort wegen aktiver und bevorstehender Bauvorhaben eingeschränkt werden müsse. Die Aktion Kunst im Schaufenster sei auf Anweisung aus der Kulturbehörde auf Ottensen beschränkt werden.
Stichwort „Stamp“: Die Geschäftsleute aus der Großen und Neuen Großen Bergstraße hätten sich völlig desinteressiert gezeigt. Beispiel: Zu einem speziell für Kaufleute von „Unternehmer ohne Grenzen“ organisierten Infotreffen „Stamp in Gefahr“ sei nicht einer gekommen. Von den rund 100 Kaufleuten und Unternehmern in den Bergstraßen habe keiner für Stamp gespendet, viele aber hätten während des Festivals guten Umsatz gemacht. Pakusius: „Wir haben mit dem Festival an die 300.000 Menschen in ein Gebiet gebracht, das immer Probleme hatte, Leute anzuziehen. Da muss ich mich doch nicht schämen, wenn ich auch was fordere! Ja, ich ärgere mich, aber das geht nicht ausdrücklich gegen den ECA. Ich bin bei 100 Kaufleuten vorstellig gewesen, und keiner hat gegeben. Wir erhoffen uns für nächstes Mal mehr Engagement. Ich sage: Freunde, wir reichen euch hier was ganz Tolles auf einem Silbertablett. Packt doch noch ein paar Euro drauf!“
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