Straßenmusik anmelden: doch nicht so schwierig

Die Gitarre geht in Ordnung - aber Kabel, Verstärker und Mikrofon nicht.
Für Verwirrung sorgten neulich in der Ottenser Fußgängerzone aufgestellte Schilder: Straßenmusiker müssen in Zukunft eine Meldekarte vorweisen. Die, so damals die Auskunft aus dem Bezirksamt, müsse zwei Wochen vor dem „Konzerttermin“ in deutscher Sprache schriftlich beantragt werden. Das stimmt so nicht. Das Wochenblatt stellt richtig:
Es gibt zwei Arten von Genehmigungen für Musiker, die auf der Straße spielen wollen: die Meldekarte und die Sondernutzung. Die Meldekarte ist einfach zu erhalten: Man muss nur zu den üblichen Öffnungszeiten zum Technischen Rathaus, Jessenstraße 1, gehen und sein Anliegen verständlich machen, das muss nicht unbedingt auf Deutsch sein. Dann bekommt man die Meldekarte ausgehändigt. Sie gilt ein Jahr lang, damit sind auch spontane Konzerte am Wochenende drin. Das gilt für alle Musiker, die allein oder in kleinster Besetzung relativ leise Instrumente spielen.
Nicht aber für viele andere Instrumentalisten sowie für Musiker, die Elektronik einsetzen. Auszug aus dem Merkblatt für Straßenmusik: „Lautstarke Instrumente, wie Trommeln, Schlagzeuge, Trompeten jeder Art, Dudelsackpfeifen und so weiter, sowie Verstärker, Lautsprecher und sonstige Tonwiedergabegeräte dürfen grundsätzlich ohne schriftliche Genehmigung nicht verwendet werden. Hierzu bedarf es eines Antrages. Der Antrag ist schriftlich, in deutscher Sprache und mindestens zwei Wochen vor dem geplanten Einsatz der Instrumente oder Tonwiedergabegeräte zu stellen. Eine eventuelle Erlaubnis oder Ablehnung ist gebührenpflichtig.“
Zuständig für beide Genehmigungen - Meldekarte und Sondernutzung - ist das Zentrum für Wirtschaftsförderung, Bauen und Umwelt (Technisches Rathaus) am Bezirksamt Altona, Jessenstraße 1.
Wer sich über Straßenmusik beschweren möchte, ruft den Bezirklichen Ordnungsdienst an, S 428 11 63 95.
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