Straßenkunstfestival STAMP fällt 2013 aus

Aufsehenerregendes war während des Straßenkunstfestivals STAMP auf Altonas Straßen zu erleben. (Foto: pr)

Kein Geld. „Verein zur Förderung der Straßenkünste“ wird gegründet.

Nach langem Hin und Her ist jetzt klar: Im Jahr 2013 fällt das internationale Festival der Straßenkünste STAMP aus. Das teilte die altonale GmbH, Veranstalter des Festivals, in einer Pressemitteilung mit. Schon in diesem Jahr war das Festival nur mit Ach und Krach über die Bühne gegangen, nachdem Förderungen plötzlich weggebrochen waren (Das Wochenblatt berichtete).
Jetzt die Absage für 2013, weil kurzfristig keine Lösung für die Finanz-Engpässe in Sicht ist. Dazu kommen Platzprobleme: In der Großen und Neuen Großen Bergstraße wird im Jahr 2013 kräftig gebaut. Eine Verlegung des Festivals in eine andere Gegend - Ottensen zum Beispiel, wo eventuell auch mehr finanzstarke Sponsoren unter den ansässigen Geschäftsleuten zu finden wären - wird von einigen Mitgliedern der altonale GmbH vehement abgelehnt.
Für 2014 steht das Festival aber weiter auf dem Plan. Die Zeit bis dahin soll genutzt werden, um herauszuarbeiten, wie das Straßenfestival verändert werden muss, damit es finanziell auf festen Beinen steht.
Fritz Gleiss vom HausDrei , einer der Kooperationspartner und ursprünglicher Initiator von STAMP, gründet parallel einen „Verein zur Förderung der Straßenkünste“. Die Gründungsversammlung ist am Freitag, 14. Dezember, um 19 Uhr im Kulturcafé von HausDrei Hospitalstraße 107. Gleiss: „Die Rückmeldungen, die ich bislang auf dieVereinsgründungsidee erhielt, machen Mut. Er wird Erfolg haben, wenn er sich zu einem Massenverein entwickelt. Deshalb der geringe Jahresmindestbeitrag von 20 Euro.“
2010 ging STAMP - The Street Arts Melting Pot - zum ersten Mal auf die Straße. Die Reaktion der Zuschauer: Euphorie. Von Jahr zu Jahr strömten mehr zu diesem buntesten aller Events in Hamburg. Gleichzeitig wurden die Macher immer klammer: STAMP auf die Beine zu stellen, kostet rund 200.000 Euro - und nirgendwo Aussicht auf potente Sponsoren.
Das Festival selber fußt auf dem Motto: Jeder Zuschauer gibt, was er will, in den Hut. Mit dem, was dabei heraussprang, konnten manche Künstler sich gerade mal eine Currywurst leisten.
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