Strafe für Schädeldiebe

Im Januar 2010 wurde der sogenannte „Störtebeker-Schädel“ aus einer Vitrine im Museum für Hamburgische Geschichte gestohlen.
Von Christopher von Savigny.
Mildes Urteil für die Schädeldiebe: Zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilte das Amtsgericht Mitte den Hauptangeklagten Sven G. (38) am letztenTag des Störtebeker-Prozesses. Sein mutmaßlicher Komplize Michael S. (50) wurde aus Mangel an Beweisen freigesprochen.
Im Januar 2010 hatte G. nach Überzeugung des Gerichts den sogenannten „Störtebeker-Schädel“ aus einer Vitrine im Museum für Hamburgische Geschichte gestohlen – ein gutes Jahr später tauchte er unversehrt wieder auf. Strafmildernd wirkte sich aus, dass der Totenkopf in keiner Weise gesichert war.
Der Dritte im Bunde, Jonny J. (40), ursprünglich angeklagt wegen Hehlerei, erhielt lediglich eine Geldstrafe in Höhe von 2.000 Euro wegen Fahrens ohne Führerschein.
Die Verteidigung hatte zuvor die Echtheit des Schädels angezweifelt – dieser Umstand spielte bei der Urteilsverkündung allerdings keine Rolle mehr.
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