Stefan Wehner - ein Altonaer Erfinder

Stefan Wehner erfand eine Tür, deren besonderer Clou ein - Reißverschluss ist.

Der selbstständige Fliesenleger hat eine besondere Tür entwickelt.

Stefan Wehner (45) mag keinen Staub. Den mögen viele nicht. Aber Wehner ist deswegen zum Erfinder geworden.
März 2010: Stefan Wehner aus dem Gerichtsviertel, selbstständiger Fliesenleger, sanierte ein Altbau-Badezimmer: „Was da an Feinstaub zusammenkommt, da haben Sie in der ganzen Wohnung noch fünf Wochen hinterher Ihre Freude dran“, bemerkt er ironisch. Die 08/15-Lösung: eine Plastikplane in den Türrahmen kleben. Hilft nicht viel, geht schnell kaputt. „Mich wurmt das einfach, wenn was nicht funktioniert.“
Wehner suchte in Baumärkten und im Internet nach einer leicht zu installierenden und staubdichten provisorischen Tür, durch die ein Handwerker mit Schubkarre hindurchfahren kann, ohne über die Schwelle zu stolpern oder gleich die ganze Konstruktion zum Absturz zu bringen. „Ich stellte fest: Das gibts nicht.“
Er begann zu tüfteln und entwickelte „die beste Lösung, die es auf dem Markt gibt“: Eine feste Plastikplane wird in der benötigten Größe auf dem Fußboden sowie oberhalb, rechts und links vom Türrahmen mit Klebeband fixiert. Auf die Plane wird ein Spezial-Reißverschluss in U-Form geklebt und aufgezogen. Im Reißverschluss wird die Plane aufgeschnitten und zum Öffnen nach oben gerollt. Fertig.
Hört sich einfach an. Wars aber nicht: „Drei Monate lang habe ich allein mit Reißverschlüssen experimentiert“, erzählt Wehner. Er hat in China Probestücke anfertigen lassen und ellenlange Fehlerlisten abarbeiten müssen, hat den richtigen Kleber selbst entwickelt, weil ein Labor 100.000 Euro dafür haben wollte.
Die „Easy Door Folientür“ funktioniert und ist zum Patent angemeldet. „Sie ist für Handwerker entwickelt, aber den Härtetest hat sie bei mir zu Hause erlebt“, erzählt Wehner. Seine einjährige Tochter Marie-Claire ist monatelang „ungefähr 50 Mal am Tag“ hindurchgekrabbelt.
Stefan Wehner – nicht nur Fliesenleger, sondern jetzt auch Erfinder – seufzt: „ Wenn ich gewusst hätte, was der ganze Spaß kostet...“ Rund 25.000 Euro und ein komplettes Jahr Zeit sind draufgegangen.
Ideen für andere Dinge, die noch erfunden werden müssten, hat Wehner jede Menge. Und er will die Tür in den USA zum Patent anmelden. Aber zurzeit sind die Prioritäten andere: „Arbeiten, arbeiten, arbeiten!“
Die InnovationsWerkstatt
Handwerk, ein Projekt der Handwerkskammer Hamburg, unterstützte Stefan Wehner und begleitete ihn im Entwicklungsprozess der Erfindung.
www.innovationswerkstatt-handwerk.de

Info zur Easy Door Folientür im Internet:
http://easy-door.info/de/
produktdetails
http://www.youtube.com/watch?v=jFEqWzmwBSg
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