Ständiger Kampf mit dem Verpackungsmüll

Kein schöner Anblick: die Container an der Ecke Arnold-/Boninstraße an einem Freitagmittag. Foto: cvs

Arnoldstraße: Container werden zweimal pro Woche geleert – und quellen trotzdem über.

Von Christopher von Savigny. Der Bürgersteig vor den Papiercontainern in der Arnoldstraße, Ecke Boninstraße sieht schlimm aus: Es stapeln sich Kartons und alte Zeitungen. Insbesondere die großvolumigen Kartons sind ein Ärgernis, da sich niemand die Mühe gemacht hat, sie zusammenzufalten. Den Anwohnern ist dieser Zustand ein Dorn im Auge: „Es sieht ständig vermüllt aus“, sagt Stephan Thomssen. Regelmäßig würden auch alte Fernseher, Tierkäfige oder Staubsauger einfach neben oder auf den Containern abgestellt. „Die Container sind ständig voll, weshalb wohl auch aus Protest alles davorgelegt wird.“
In der Arnoldstraße kann man die unterschiedlichsten Wertstoffe loswerden: Außer Papiercontainern stehen dort Behälter für Altglas, Textilien, Leichtverpackungen und für Elektrokleingeräte bereit. André Möller, Sprecher der Hamburger Stadtreinigung, kennt das Problem mit der Vermüllung: „Für uns ist das natürlich auch sehr ärgerlich, weil wir dann entsprechend oft vorbeikommen müssen“, sagt er. Zweimal wöchentlich werde der Papiercontainer geleert, einmal die anderen Container.
„Zusätzlich schicken wir fünfmal pro Woche einen Reinigungstrupp vorbei.“ Dabei gehöre die Arnoldstraße mit 13 Beschwerden bisher in diesem Jahr gar nicht zu den allergrößten Problemstandorten. „Am schlimmsten ist es an den Ausfallstraßen! Meist sind es Pendler, die dort einfach kurz anhalten, ihre Sachen abladen und wieder verschwinden.“

„Unsere Mülldetektive sind findig“, sagt der Sprecher der Stadtreinigung


Wer seinen Abfall unsachgemäß entsorgt, kann heftig zur Kasse gebeten werden. „Das geht bei 70 Euro los und kann schnell bis auf mehrere 100 Euro ansteigen“, sagt Möller. Zusätzlich zum (bezirklichen) Bußgeld müssten auch die Kosten für die Reinigung bezahlt werden. „Da sind unsere Mülldetektive ganz findig“, berichtet Möller. „Wenn die Leute zum Beispiel ihre Adressen mit ins Altpapier schmeißen, dann kriegen sie schnell mal von uns Besuch.“
Was an der Arnoldstraße auffällt: Es handelt sich durchweg um Möbelkartons, die ziemlich neu aussehen – etwa für Lampen oder für Regale. „Meiner Meinung nach sind es die Möbelgeschäfte aus der Umgebung, die hier verbotenerweise ihre Verpackungen entsorgen“, sagt ein Passant, der sich gerade bemüht, einen freien Einwurfschlitz für sein Altpapier zu finden.
Tipp zum Schluss: „Der nächste Recyclinghof befindet sich am Rondenbarg“, sagt André Möller. „Dort kann man die meisten Altgeräte gratis abgeben.“
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