St. Paulis neue Markthalle ist eröffnet

Eine Stunde vor Eröffnung wurde noch an allen Ecken und Enden der Rindermarkthalle gewerkelt.

Sanierte Rindermarkthalle beherbergt Nahversorger, kleine Anbieter und Stadtteilprojekte.

Das Warten hat sich gelohnt: Die 1951 erbaute Rindermarkthalle, deren Neueröffnung ursprünglich für 2013 angekündigt worden war, hat nach einer über 15 Millionen Euro teuren Sanierung vergangene Woche ihre Tore geöffnet.

Was gibt es da?
Endlich wieder einen Nahversorger am Standort Budapester Straße/ Neuer Kamp/ Feldstraße. Und was für einen: eine große überdachte Markthalle mit vielen kleine „Einzelkämpfern“ von der Tapasbar über den Schuster, den Fischhändler und das Haushaltsfachgeschäft bis zum Teeladen. Dazu Aldi, Budni und ein riesiger Edeka-Markt. In der Mitte eine 200-Quadratmeter-Fläche für wöchentlich wechselnde Anbieter. Fastfoodketten und Coffee-shops mussten draußen bleiben.

Wann geöffnet?
Markthalle: montags bis sonnabends von 9 bis 20 Uhr. Aldi und Edeka haben bis 21 Uhr auf.
Was war hier vorher?
40 Jahre lang immer ein Supermarkt. Zuletzt, bis er 2010 zu machte, ein Walmart. In guter Erinnerung: der wöchentliche Flohmarkt. Zeitweise war angedacht, das Gebäude für eine Musik- und Veranstaltungshalle neu zu nutzen. Der Stadtteil protestierte und forderte auch, in das Gebäude soziale und kulturelle stadtteilbezogene Einrichtungen unterzubringen.

Ist das geschehen?
Ja, im Obergeschoss sind 800 Quadratmeter für soziale und Kulturprojekte reserviert. Hier befinden sich unter anderem der Domkindergarten, die Streetart-Schule St. Pauli, die Kulturloge Hamburg, ein Theaterprojekt, eine Kungfu-Schule und die Mevlana Moschee.

Was sagen die Anwohner?
Stellvertretend ein Zitat von Eröffnungsgast Günter Zint, Fotograf, Kiez-Urgestein und Gründer des St. Pauli-Museums: „Der Kommerz hat gesiegt. So viele Läden, wie hier sind – so viel Geld gibts gar nicht.“

❱❱ www.rindermarkthalle-stpauli.de
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