SPD/GAL-Koalition stimmt gegen Barrierefreiheit der U/S-Bahnstation Sternschanze

Noch immer nicht barrierefrei: Umsteigebereich von der U-Bahnstation zum S-Bahnhaltepunkt Sternschanze
In der Sitzung der Bezirksversammlung Altona am 24.11.2011 stand die Beschlussempfehlung des Verkehrsausschusses zur Abstimmung, den U/S-Bahnhof Sternschanze barrierefrei umzubauen. Die Beschlussempfehlung war auf Antrag der Linksfraktion zustande gekommen. Die Altonaer SPD/GAL-Koalition stimmte gegen den barrierefreien Ausbau und für ihren Alternativ-Antrag (Drs. XIX-0798) die Straße Sternschanze (3. Bauabschnitt) ohne den Umbau der U/S-Bahnstation zu umzugestalten. Der barrierefreie Ausbau des hochfrequentierten Umsteigepunktes Sternschanze sei nicht Bestandteil der Tiefbaumaßnahme, heißt es in der Begründung des SPD/GAL-Alternativantrags. An dieser Stelle zeigt sich die kleinlich-bürokratische Denkweise des Altonaer SPD/GAL-Bündnisses: In ihrer eigenen Koalitionsvereinbarung spricht sich die Koalition selbst für den barrierefreien Ausbau des Bahnhofes Sternschanze aus (siehe Koalitionsvertrag, S. 10). Die rot-grünen Koalitionäre mochten dem Antrag, den sie selbst für sinnvoll halten müssten, nur deshalb nicht zustimmen, weil auf eine Initiative der Linksfraktion zurückging. Schade – Rot/Grün hat damit eine Chance vertan, sich für Menschen mit Handicaps einzusetzen. In der letzten Wahlperiode war es noch möglich, einen gleichlautenden Antrag der Linksfraktion zum selben Thema einstimmig zu beschließen. Diesmal stimmten der Linkspartei-Initiative nur noch die beiden anderen Oppositionsfraktionen CDU und FDP zu. Zur Vorgeschichte: Siehe meinen Beitrag: "LINKE setzt sich durch: Verkehrsausschuss für Barrierefreiheit der U/S-Bahnstation Sternschanze".
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