SPD-Senat: Kahlschlag beim Einwohnerservice in den Bezirken

DIE LINKE Elbvororte schon im September 2011 in Aktion: Für den Erhalt des Kundenzentrums Blankenese

Nach Angaben des Hamburger Abendblatts steht jedes zweite Kundenzentrum in Hamburg vor dem Aus. Bereits zum 21. Juni 2012 war das Kundenzentrum Stellingen geschlossen worden. Am 2. Mai 2013 meldete das Hamburger Abendblatt die Schließung des Kundenzentrums Walddörfer zum Jahresende.

In einer Art Salamischeibentaktik wird infolge der Kürzungspolitik des SPD-Senats ein Kundenzentrum nach dem anderen geschlossen. Im Bezirk Altona steht die Weiterführung des Kundenzentrums Blankenese nach 2013 weiterhin auf der Kippe. Offiziell wird die Zukunft des Einwohnerservices noch im Rahmen eines von den sieben Bezirksamtsleitern eingesetzten Projekts „Bezirksverwaltung 2020“ bis zum 31.12.2013 geprüft. Das Projekt soll dann ein Standortkonzept für die gesamte Stadt vorlegen. Mit der jetzt angekündigten Schließung des Kundenzentrums Walddörfer wird bereits ein Teil der laufenden Prüfung ad absurdum geführt: Einzelne Schließungsentscheidungen wie die des Kundenzentrums Walddörfer im Bezirk Wandsbek nehmen das zum Jahresende angekündigte Standortkonzept bereits teilweise vorweg. Die schrittweise Schließung einzelner Kundenzentren hat für den SPD-Senat auch den Vorzug, dass sich ein stadtweiter Widerstand gegen den Kahlschlag beim Einwohnerservice gar nicht erst entwickelt. Die tiefen Einschnitte beim Einwohnerservice liegen politisch auf einer Linie mit dem derzeit vorbereiteten Abbau von 10% des Personals bei den Bezirksämtern. Im Bezirk Altona liegt bereits eine Streichliste von rund 50 Stellen vor, die derzeit in den Fachausschüssen der Bezirksversammlung beraten wird. DIE LINKE lehnt diesen Stellenabbau, der zu einer regelrechten „Entkernung“ des Bezirksamtes führen wird, ab. Bereits im Oktober 2011 hat sich die Bezirksversammlung Altona auf Antrag der LINKEN einstimmig dafür ausgesprochen, das Kundenzentrum Blankenese zu erhalten. Insbesondere für Senioren, Menschen mit Mobilitätsbeeinträchtigungen und Alleinerziehende ist ein dezentrales Angebot von Kundenzentren in der gesamten Stadt unverzichtbar. Im Westen Altonas ist zudem bereits Ende September 2011 das Angebot eines mobilen Bürgerservices in Lurup gestrichen worden. Eine weitere Ausdünnung des Serviceangebots ist daher vollkommen inakzeptabel. DIE LINKE hat das Thema „Zukunft des Einwohnerservice im Westen Altonas“ als Tagesordnungspunkt für die nächste Sitzung des Regionalausschusses II der Bezirksversammlung am 13. Mai 2013 angemeldet und um einen Bericht des Bezirksamtes gebeten. Mehr Informationen auf: www.karstenstrasser.de
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2 Kommentare
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Fran Kee aus Eimsbüttel | 03.05.2013 | 18:39  
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Brigitte Thoms aus Lurup | 05.05.2013 | 09:20  
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