SOS St. Pauli - Ist St. Pauli noch zu retten?

Wann? 22.10.2011 15:00 Uhr bis 22.10.2011 18:00 Uhr

Wo? Ganztagsschule St. Pauli, Bernhard-Nocht-Straße 12, 20359 Hamburg DE
zentral (Foto: Benjamin Bruno, Suttnerblog)
Hamburg: Ganztagsschule St. Pauli | Der Tunnelbau für die Moorburgtrasse - beginnend am Blohm & Voss-Gelände und endend an der Louise-Schröder Straße bei der Endo-Klinik - war bei der Planung der Stadtteilversammlung noch nicht berücksichtigt. Zur Zeit ist dieses Thema nur wenigen präsent. Und die Sorgen der Menschen in diesem Stadtteil sind ja schließlich auch so schon groß genug. Wird das Haus, in dem ich wohne abgerissen oder wird es in Eigentum umgewandelt? Wie entwickelt sich meine Miete? Das sind die Themen die bei der Veranstaltungsplanung bereits eingeplant waren. Alle können ihre Anliegen einbringen und diskutieren. Gemeinsam werden Lösungen erarbeitet.

Im Vorfeld des Erörterungstermins von der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, bei der Vattenfall den Antrag eingereicht hat, wird die Initiative "Moorburgtrasse stoppen" dort den Tunnelbau unter St. Pauli näher beleuchten und mit den Betroffenen Strategien entwickeln, sich zur Wehr zu setzen.

Zunächst erscheint ein Tunnel als weniger problembehaftet als ein offener Graben. Es müssen weder Bäume gefällt werden, noch entstehen Behinderungen und Lärmbelästigungen. Ein Tunnel ist auch in einer Großstadt nichts Ungewöhnliches. Bei näherer Betrachtung gibt es jedoch einige Aspekte, die uns gewaltige Sorgen machen:
Die von Vattenfall bezahlten Gutachter meinen :

"Das Auftreten kleinerer Rissbildungen, welche die Standsicherheit der Gebäude aber nicht beeinträchtigen, kann beim Vortrieb nicht ausgeschlossen werden und ist bauherrenseits in Kauf zu nehmen"

Die Gegengutachter bemängeln, dass keine Abschätzung der Risiken vorgenommen wird. Das ist deshalb besonders besorgniserregend, weil es einige Parallelen zum Tunnelbau in Köln gibt, der bekanntlich den Einsturz des Stadtarchivs zur Folge hatte. "Schildvortrieb, Wasserproblematik, Schachtbauten, Bestandstiefbau..... Vattenfall hat sich obendrein als Bauherr und technische Leitung für ein derartig risikoreiches Bauvorhaben nachhaltig disqualifiziert", so zusammenfassend Volker Gajewski.
Wer also mehr über die von den Vattenfall-Ingenieuren eingestandene Setzungsmulde von 54m zu beiden Seiten des Tunnels erfahren möchte, den bitten wir zur Stadtteilversammlung zu kommen. Wir werden außerdem "Moorburgtrasse stoppen!"-Banner in verschiedenen Größen vor Ort haben, die für den Protest mit Wiedererkennungseffekt sorgen.
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