Sommer an der Elbe

Sandburgen bauen an der Elbe: für Engincan (8, li.) und Berkay (6) ein großer Spaß.

Buddeln, planschen, Sonne tanken.

Von Christopher von Savigny.
Pünktlich zum Julianfang steigen die Temperaturen in Hamburg endlich auf halbwegs sommerliche Werte. Auch wenn sich die Sonne noch oft hinter Wolken versteckt zieht es die Hamburger an ihren Elbstrand: Am vergangenen Wochenende bevölkerten wahre Heerscharen den Abschnitt zwischen dem Museumshafen Oevelgönne und dem Café Strandperle.
Ali Öztürk aus Wandsbek hat es sich mit seiner Familie im Sand bequem gemacht. Das Ehepaar isst Süßkirschen und beobachtet seine beiden Söhne Engincan (8) und Berkay (6), die am Ufer Sandburgen bauen. „Für Kinder ist es ideal hier“, sagt Ali Öztürk. „Sie haben richtig viel Platz, um sich auszutoben.“ Bis zu den Füßen dürfen die Jungs ins Wasser – weiter nicht. „Das Wasser ist zu dreckig“, findet er.
Echter Badespaß kommt tatsächlich (noch) nicht auf – allenfalls Hunde sieht man in den Fluten planschen. Momentan dürfte das Wasser mit 17,2 Grad – so der offizielle Wert – auch noch zu kalt zum Schwimmen sein. „Meine Kinder lasse ich nicht ins Wasser“, sagt Grit Schwalbe, eine Hamburg-Besucherin aus Potsdam. „Wer weiß, ob da nicht irgendetwas Spitzes drin liegt, woran sie sich verletzen könnten.“
Es ist die besondere Atmosphäre, die die Sonnenhungrigen an Hamburgs berühmten Stadtstrand zieht: Lediglich einen 20-minütigen Spaziergang vom Herzen Ottensens entfernt bietet das Elbufer viel Platz zum Sonnen, Grillen, für Volleyball oder Frisbee. Dazu kommt das einmalige Hafenpanorama mit Docks und Kränen auf der gegenüberliegenden Elbseite. Deshalb finden die vier Mädels aus Mümmelmannsberg den Strand auch „voll sexy“. „Das einzige, was stört, ist der Müll“, sagt Nele (12). Derzeit hält sich dieses Problem aber noch in Grenzen – die Mülleimer quellen jedenfalls noch nicht über.
Die Umweltbehörde (BSU) rät vom Baden in der Elbe ab: „Die Strömung kann auch für geübte Schwimmer gefährlich werden“, sagt BSU-Sprecher Frank Krippner. Zudem betrage die Sichttiefe weiniger als einen Meter, was das Bergen eines Verunglückten sehr schwierig mache.
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