Seniorentreff an der Pauluskirche droht das Aus

Magda Meinert (l.) und Ursula Engel arbeiten ehrenamtlich hier im Seniorentreff an der Pauluskirche. (Foto: rs)
Hamburg: Seniorentreff an der Pauluskirche | Von reinhard Schwarz. Gerangel um den Seniorentreff an der Pauluskirche in Altona-Nord: Für Aufregung sorgte kürzlich eine Meldung des NDR, wonach der Treff geschlossen werden soll. Prompt folgte das Dementi von SPD und GAL: „Dies entspricht nicht der Wahrheit“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung. Richtig sei vielmehr, dass „der genannte ‚Seniorentreff an der Pauluskirche’ mit einem anderen Seniorentreff zusammengeführt werden soll“.
Merkwürdig ist nur, dass der Träger der Einrichtung, der Arbeiter Samariter Bund (ASB) Hamburg-West, davon nichts weiß. „Eine Kündigung durch das Bezirksamt ist bei uns nicht eingegangen“, erklärte Uwe Lohmann, Erster Vorsitzender des ASB Hamburg-West. „Im Moment wissen wir als Träger nichts Genaues.“ Für den 31. Oktober sei ein Gespräch zwischen Sozialverbänden sowie SPD und GAL angesetzt, um über Lösungen nachzudenken.
Antje Mohr, seniorenpolitische Sprecherin der SPD-Altona, sagt, es sei noch keine Entscheidung getroffen worden: „Es kann sein, dass wir den Standort Pauluskirche zum 1. April 2012 schließen und ihn an einem neuen Standort mit neuen Konzepten weiterführen. Es kann aber auch sein, dass der Treff dort verbleibt.“ Man wolle zusammen mit der GAL die „Seniorenarbeit zukunftsfähig machen“. Doch was heißt das? „Seniorentreffs gehören in Bürgertreffs, Menschen gehören zu Menschen, generationsübergreifend“, so Mohr.
Kritik kommt derweil von der CDU. Die Seniorenarbeit im Bezirk sei „seit Jahren unterfinanziert“, erklärte Andreas Grutzeck (CDU). Konkret würden 68.000 Euro fehlen. Doch die SPD Altona traue sich nicht, sich mit der Senats-SPD anzulegen und mehr Geld zu fordern, so der CDU-Politiker. Hintergrund: Die Bezirke erhalten vom Senat eine Pauschalsumme für ihre Seniorenarbeit und müssen diesen Betrag intern verteilen.
Antje Mohr gibt den Ball zurück: „CDU und GAL hatten im Senat eine Globalrichtlinie verabschiedet, wonach den Bezirken jedes Jahr weniger Mittel zur Verfügung stehen. Die CDU wirft uns jetzt das vor, was sie seit Jahren betrieben hat.“
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