Seniorenheim Lutherpark wird schrumpfen

Haus 2 soll in Zukunft vermietet werden, Haus 3 bleibt den Senioren. Foto: ch

Heimleiter Wagner stellt neues Konzept vor: Fachbereich Demenz zieht aus

Von Christiane Handke.
Das neue Konzept für das Seniorenheim Pflegen und Wohnen Lutherpark steht. Das erklärte Heimleiter Wolfgang Wagner am vergangenen Donnerstag im Kreis des Runden Tisches Holstenkamp.
Folgendes ist geplant: Der Wohnbereich für Demente soll komplett in das Pflegen und Wohnen Haus Uhlenhorst in der Heinrich Hertz Straße verlagert werden. Dabei soll der gesamte Fachbereich Demenz mit seinen bestehenden Strukturen genau so bestehen bleiben, wie er ist, damit die Senioren nicht von ihren gewohnten Pflegekräften getrennt werden.
Wagner: „Das entscheidende Kriterium für demente Menschen ist nicht unbedingt der Wohnort – teilweise finden sie selbst in gewohnter Umgebung ihr Zimmer oder ihr Bett nicht – sondern die Menschen um sie herum, deren Know-how im Umgang mit den Senioren, die sogenannten ‘weichen Werte’“.
Diese Woche sollen die Gespräche mit Angehörigen und Betreuern beginnen. Als Zeitpunkt für den Umzug sind die Sommerferien ins Auge gefasst worden.
Zurück bleiben rund 70 Senioren. Diese haben auch einen Umzug vor sich – allerdings nur um ein paar Meter auf dem Gelände selbst. Das als Haus 2 bekannte ältere Gebäude wird geräumt, die Senioren ziehen in das neuere und moderner ausgestattete Haus 3.
Das dann leere ältere Haus 2 wird grundsaniert. Es ist, sagt Wagner, in einem „schreck-lichen Zustand“. So habe sich vor einiger Zeit ein Stein aus der Treppe gelöst und sei durchs Treppenhaus nach unten gefallen und zerborsten. Bei einer anschließenden Kontrolle habe man weitere lose Steine ent- deckt. Nach der Sanierung soll das Haus „sozial orientiert“ vermietet werden, beispielsweise an Studenten oder Auszubildende.
Das Seniorenheim Lutherpark wird nach dem Auszug der beiden Dementenstationen so geschrumpft sein, dass es keine eigene Leitung mehr haben, sondern von Pflegen und Wohnen Altona mitverwaltet wird.
Die Geschäftsführung von Pflegen und Wohnen hatte heftig unter Beschuss gestanden, weil sie geplant hatte, sämtliche Senioren, zum Teil gegen deren Willen, an andere Heime zu verteilen und die Gebäude am Holstenkamp zur Unterbringung von Flüchtlingen an die Stadt zu vermieten.
Die Stadt reagierte auf den öffentlichen Aufschrei und ruderte zurück.
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