Seniorenbildung Hamburg vor dem Ende

Das bisher von der Seniorenbildung Hamburg angebotene Programm soll so weit wie möglich von anderen Trägern übernommen werden, sagt Ursula Barth-Deuß. Damit soll gewährleistet werden, dass Senioren weiterhin eine breitgefächerte Auswahl an Kursen und viele Möglichkeiten des ehrenamtlichen Engagements und der Weiterbildung auf diesem Feld vorfinden. (Foto: pr)

Verein verkleinert sich drastisch und verlässt die Räume an der Bahrenfelder Straße

Von Reinhard Schwarz
Die Seniorenbildung Hamburg eV schließt. Das erklärte die Leiterin, Alexandra Bossen. Sie habe die Kündigung für sich und ihre fünf Mitarbeiter bereits unterschrieben, erklärte sie öffentlich. Tatsächlich ist es so, dass dem Verein die Mittel fehlen, um weiterhin alle Angebote aufrechtzuerhalten und zu koordinieren. Doch inzwischen scheint eine Lösung gefunden, die zwar nicht den Verein rettet, wohl aber seine Angebote: Diese sollen von anderen Trägern übernommen werden.
Dazu Ursula Barth-Deuß, die die Projektentwicklung der Seniorenbildung Hamburg verantwortet: „Es haben sich unbürokratische Lösungen für die Fortführung der einzelnen Arbeitsbereiche gefunden, für den Seniorentreff Altona und den Kursbereich stehen die Entscheidungen noch aus. Was durch die Aufteilung auf verschiedene Träger aber wegfällt, ist eine strategisch absolut gut funktionierende Zusammenführung verschiedener Fachlichkeiten, Netzwerkkontakte und Kooperationen sowie der direkte Austausch mit der Zielgruppe. Dies waren wichtige Grundlagen für (Weiter-) Entwicklung von Konzepten moderner Seniorenarbeit und die erfolgreiche Umsetzung unter anderem von multikulturellen und generationenübergreifenden Ansätzen.“
Die Seniorenbildung Hamburg mit Sitz in der Bahrenfelder Straße 242 bietet zahlreiche Kurse für Ältere an, unterhält zwei Seniorentreffs und bildet Ehrenamtliche weiter, die sich im Ruhestand engagieren wollen.
In der Gesundheitsbehörde zeigte man sich erstaunt. „Die Zuwendungen durch die Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz an die Seniorenbildung Hamburg e.V. wurde im Vergleich zum Vorjahr sogar erhöht“, erklärt Sprecher Rico Schmidt. „Die Förderung durch die Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz betrug 73.125 Euro im Jahr 2012 “, so Schmidt. 2013 habe die Behörde mit 73.845 Euro sogar noch etwas draufgelegt. „Hinzu kommen 9.200 Euro für die Koordinierung der Organisation und Durchführung von Einführungskursen für Freiwillige.“
Ob die Seniorenbildung Hamburg als Verein weiter existieren wird, ist noch nicht sicher. Ursula Barth-Deuß: „Der Verein hat in der letzten Mitgliederversammlung beschlossen, erst einmal bis Ende des Jahres bestehen zu bleiben. Was danach ist, ist noch offen und muss dann neu beraten werden.“

So soll es werden
Der Verein Seniorenbüro Hamburg übernimmt ab dem 1. Oktober die Engagementförderung, die Koordination der Einführungskurse und Weiterbildungen für Ehrenamtliche.
Haus Drei wird ab dem 1. Oktober im Trägerverbund des „altonavi“ das Beratungs- und Serviceangebot für die Anwohner von Altona-Altstadt übernehmen.
Die Kursorganisation für das Herbstquartal wird vorläufig von der Seniorenbildung Hamburg weitergeführt. Wie es ab 2014 weitergeht, ist noch offen.
Die Stelle der Geschäftsführung der Seniorenbildung Hamburg fällt zum 30. September ersatzlos weg.
Der Seniorentreff Altona zieht Anfang 2013 um in die Große Bergstraße. Auch er er soll in andere Hände übergehen.
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