„Senat muss aktiver werden“

Bürgerschaftsabgeordnete Nebahat Güçlü (re.), Vorsitzende der Türkischen Gemeinde mit Beisitzerin Özlem Eryüksel. Foto: Köslin

Netzwerk gegen Salafisten-Treffpunkt in der Mörkenstraße

Von Fatma Şahin. Die Angehörigen von Jugendlichen sind besorgt über das Islamische Institut für Theologie und Soziales, das im Februar von einem bekannten Salafisten in der Mörkenstraße 9 eröffnet wurde. Um mit vereinten Kräften gegen die salafistische Bewegung in Altona vorzugehen, fanden die sozialen Träger Hamburgs zu einem Netzwerk zusammen.
Darin haben sich neben der Beratungsstelle Legato – Fachstelle für religiös begründete Radikalisierung, der Türkischen Gemeinde Hamburg, der Alevitischen Gemeinde und dem Haus Drei auch Vertreter des Landesamtes für Verfassungsschutz, des LKA sowie der örtlichen Polizei zusammengefunden.
Nebahat Güçlü, fraktionslose Bürgerschaftsbgeordnete hat sich mit einer kleinen Anfrage an den Senat gewandt. In dieser hieß es: „Seit Jahren breitet sich unter den Augen der Sicherheitsorgane in Hamburg eine Salafistenszene aus, die junge Menschen – mit und ohne Migrationshintergrund – für den Islamischen Staat (IS) rekrutiert.“ Die Abgeordnete forderte vom Senat „aktiver zu werden und neue wirksame Maßnahmen zu entwickeln“.
Der Senat antwortete, dass ein Treffen zwischen den Vertretern des Netzwerkes, darunter auch Güçlü, stattgefunden hat. Während des Treffens haben Verfassungsschutz und LKA Hintergrundinformationen zur salafistischen Szene vorgetragen. Die Teilnehmer befürchten weiterhin, dass sich das Institut zu einem zentralen Treffpunkt für die salafistische Szene entwickeln könnte. Sie haben beschlossen durch die direkte Arbeit mit den Jugendlichen diese über das Institut aufzuklären. Weitere Treffen sind geplant.
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