Schüler schrubben Grabsteine

Mit Schwamm und Bürste haben Tatjana (17, v. l.), Kevin, Tiago, Gino, Pablo (alle 16), Dalila (15), Punyawi (17), Victoria (15), Abdul (16) und Rogerio (16) von der Stadtteilschule am Hafen eine Woche lang alte Grabsteine auf dem Jüdischen Friedhof Altona gesäubert.
Von Christopher von Savigny.
Eine ganze Woche lang hatten sie mit Schwamm und Bürste alte Grabsteine auf dem Jüdischen Friedhof Altona geschrubbt: Zur Belohnung überreichte Bildungssenator Ties Rabe den Schülern der Klasse 10dp der Stadtteilschule (STS) am Hafen, Standort Neustadt, Freikarten für die Ausstellung „Dialog im Dunkeln“. „Ich freue mich, dass auf die Weise die Erinnerung an die Vergangenheit erhalten bleibt“, sagte Rabe. Die Schüler hätten sich auch von schlechten Wetter nicht die Laune verderben lassen.
Zum 400. Jubiläum der historischen Gräberstätte hatte die Stiftung Denkmalpflege das Projekt initiiert. Zwei weitere Schulen, das Gymnasium Allee und das Christianeum, hatten ebenfalls teilgenommen. Die Jugendlichen fotografierten Grabornamente und entwickelten künstlerische „Frottagen“ von Grabsteinen. Die Technik ähnelt dem „Durchpausen“ von Geldstücken. Als Dankeschön gabs Digitalkameras für die beteiligten Klassen.
Im Rahmen einer Projektwoche zum Thema Religion hatten die STS-Schüler zuvor den Friedhof besichtigt. „Mir hat die Arbeit viel Spaß gemacht, weil man die Inschriften jetzt viel besser lesen kann“, sagte Punyawi (17). Die künstlerischen Arbeiten können bis zum 1. Mai im Eduard-Duckesz-Haus, Königstraße 10a, besichtigt werden. Öffnungszeiten: dienstags, donnerstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr. Sonntags um 12 Uhr startet ein geführter Rundgang über den Friedhof. Termine im April: 1., 15., 22. und 29. April.
Kosten: fünf Euro. Für Männer ist eine Kopfbedeckung erforderlich.
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