Schüler forschen in ihrem Stadtteil

Geschichtsforschung in Altona: der 12. Jahrgang des Profilkurses Geschichte der Max-Brauer-Schule (hinten links: Geschichtslehrer Peter Loh). (Foto: cvs)

Altonaer Spar- und Bauverein wird 120

Von Christopher von Savigny.
Es kam mir vor wie eine große Familie!“ Dieser Satz einer 75-jährigen Bewohnerin ist Jennifer und Denise (beide 17) im Gedächtnis hängen geblieben. Im Rahmen des Geschichtsprojekts „altoba forscht“ befragten die beiden Schülerinnen der Max-Brauer-Schule langjährige Mieter des Altonaer Spar- und Bauvereins (altoba) nach ihren Erfahrungen der Nachkriegszeit. Ergebnis: „Man lebte damals beengter als heute, aber die Gemeinschaft stimmte“, sagt Jennifer.
Anlässlich ihres 120. Geburtstags im nächsten Jahr hat die Genossenschaft ein großes Forschungsprojekt ins Leben gerufen: Seit Februar dieses Jahres organisieren die ehemaligen Elft- und derzeitigen Zwölftklässler Interviews mit Zeitzeugen, stellen Untersuchungen über die Einwohnerentwicklung Ottensens an und befassen sich ganz allgemein mit der Hamburger Wohnsituation kurz nach der Industrialisierung.
Die Forschungsergebnisse der Schüler werden ab Mai im Altonaer Museum ausgestellt. Weitere Projekte wie das „Erzählcafé“, ein Studentenfilm der Medienakademie Hamburg sowie ein Beitrag des Stadtteilarchivs Ottensen fließen in die Ausstellung mit ein. „Die Erinnerungen unserer Mitglieder sind ein wichtiger Teil der Geschichte des Altonaer Spar- und Bauvereins“, sagt Vorstandssprecher Holger Kowalski. „Genossenschaft lebt vom Mitmachen, und wir beziehen unsere Mitglieder, wo immer es geht, mit ein.“
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.