S-Bahn Hooligans überfallen Jugendlichen

Montag Morgen: Ich stehe am S-Bahnsteig Diebsteich und höre plötzlich laute Stimmen. Hm, ein Streit? Nein, klingt irgendwie bedrohlicher, lauter. Was ist da los?

Zunächst erkenne ich nicht viel. Eine Frau mischt sich ein und ruft: Was machen Sie da? Lassen sie den Jungen los. Sie haben kein Recht dazu. Aus der Nähe erkenne ich zwei kräftige Männer, die einen schmalen Jungen den Arm umdrehen. Er kann nur mit dem Oberkörper nach vorn gebückt laufen und so kaum erkennen, wo er läuft.
Ich schalte mich ebenfalls ein und fordere die Männer auf, den Jungen loszulassen. Wir beiden Frauen werden zunächst ignoriert. Irgendwann sagt einer der Männer sinngemäß: "Wir dürfen das. Er hat keine Fahrkarte." Meine Mitstreiterin ist geistesgegenwärtiger als ich und fragt nach dem Dienstausweis. Auch das ignorieren die Männer zunächst. Erst als sie den Jungen vor dem S-Bahn-Stationseingang fallen gelassen haben, zeigt mir einer der Beiden seinen Dienstausweis. Ich notiere mir die Nummer.
Ich schlage vor, diesen gewalttätigen Angriff zur Anzeige zu bringen. Ich blicke den schüchternen Jungen an und frage mich, was wohl passiert wäre, wenn sechs gut gewachsene angetrunkene und kampflustige Endzwanziger, laut kundgetan hätten, dass sie kein Ticket haben und sich über die Kontrolleure lustig gemacht hätten?
Wir beschließen, den Vorfall zur Anzeige zu bringen. Doch erstmal müssen die beiden zur Arbeit. Schnell tauschen wir unsere Nummern aus.
Im Laufe des Tages frage ich mich, ob der Junge wohl einen Rückzieher macht...
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