Rote Karte für Schrotträder

Heinz Kabel, Mitarbeiter der Stadtreinigung, setzt die Flex an. Das dauert - je nach Schloss - zwischen fünf und 30 Sekunden. Die von der Stadtreinigung abgeholten Räder wandern nun in die Schrottpresse.

Stadtreinigung entsorgte alte Drahtesel.

Von Christopher von Savigny.
Mit dem Trennschleifer, umgangssprachlich „Flex“ genannt, schneidet Heinz Kabel, Mitarbeiter der Stadtreinigung, das graue Schloss in zwei Hälften. Sssst! Nur wenige Sekunden dauert es, um das klapprige Damenrad von seinem Abstellbügel zu befreien. Anschließend landet es auf der Ladefläche eines Kleinlasters – wo bereits weitere Schrotträder auf ihren Abtransport warten.
Knapp 200 alte Fahrräder hat die Stadtreinigung in den letzten Tagen abgeflext und entsorgt, davon allein in Altona rund 60 Stück. Zwei Wochen zuvor waren die vergessenen oder illegal entsorgten Draht-esel von Mitarbeitern des Bezirksamts mit signalroten Aufklebern markiert worden. „Der Halter hat dann entweder die Möglichkeit, das Rad von dort wegzufahren oder den roten Zettel zu entfernen, um zu signalisieren, dass es ihm gehört“, sagt Reinhard Fiedler, Sprecher der Stadtreinigung.
Jährlich werden in der Hansestadt auf diese Weise 3.000 bis 4.000 Schrotträder entsorgt. Endstation ist der Altmetallcontainer auf dem Recyclinghof.
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