Riesenbaustelle „Mitte Altona“: Infozentrum eröffnet in der Harkortstraße 121

Auf diese wandgroße Luftaufnahme des Geländes Neue Mitte Altona sollen Besucher des Infozentrums ihre Wünsche auf kleinen Zetteln kleben können.
Im zweitgrößten Bauvorhaben Hamburgs nach der HafenCity soll in den nächsten Jahren auf brachliegenden Flächen zwischen dem ehemaligen Güterbahnhof Altona und der Stresemannstraße ein neuer Stadtteil entstehen: die neue Mitte Altona. Am Sonnabend wurde in der Harkortstraße 121 das dazugehörige Infozentrum eröffnet.
Zur Eröffnung mit Bau-Senatorin Jutta Blankau war der Raum gestopft voll mit Menschen. Zwei große Gruppen schälten sich heraus: Protestler, die sich gegen das Verfahren an sich wandten oder Vertreibung durch das Projekt fürchten. Und Menschen, die sich vorstellen können, mit und in dem neuen Stadtteil zu leben.
Sabine Kunze (54) wohnt seit zehn Jahre in der Harkortstraße. Sie weiß, dass genau gegenüber ihrer Wohnung ein kleiner Marktplatz geplant ist und freut sich darauf: „Für mich kann gar nicht schnell genug gebaut werden. Auch wenn ich Verständnis für die Protestler habe; es ist wichtig, für seine Belange und die von anderen einzustehen.“ Ihre Schwiegermutter ist zur Eröffnung aus Henstedt-Ulzburg angereist, wohin sie vor Jahrzehnten „wegen der Kinder“ gezogen ist. Jetzt möchte sie zurück in die Stadt – in die neue Mitte Altona.
Herzstück der Ausstellung ist das Modell, das die geplanten Gebäude, Wege und Straßen und den neuen Stadtteilpark zeigt. An den Wänden geben Tafeln Auskunft über Geschichte und geplante Entwicklung, und auf einem wandgroßen Luftbild des Geländes können Besucher ihre Wünsche als „Post-its“ anbringen.
Alles nur Schein, meinen die Gegner des Projekts. Eine Vertreterin von „Altopia“ las eine Rede ab, in der der BSU „Desinformation“ vorgeworfen wurde: Weit über die Hälfte der bisher gesammelten Vorschläge und Ideen von Bürgern seien gar nicht in das Verfahren eingeflossen. Es protestierten ebenfalls „Lux und Consorten“ und die Interessengemeinschaft der Gewerbetreibenden Harkortstraße.
Die sichtlich und hörbar nervöse Senatorin versicherte: „Bezahlbare Wohnungen - dafür stehe ich!“ und erntete unerwartet starken, ermunternden Beifall.
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Angela Banerjee aus Altona | 03.12.2011 | 14:06  
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