Riesen-Rumms im Bunker

Gefährlicher Einsatz: Im Hochbunker an der Von-Sauer-Straße war Pyrotechnik explodiert. Für die Löscharbeiten wurde die vierspurige Ausfallstraße stundenlang gesperrt. (Foto: Joto)

Von-Sauer-Straße: Nach dem Großeinsatz an einem Hochbunker ermittelt die Polizei nun die Brandursache

Rauchschwaden über Bahrenfeld, Anwohner evakuiert: An der Von-Sauer-Straße brannte es am Sonnabend in einem alten Hochbunker. Gefährliche Sache für die Feuerwehr: In dem Betonklotz lagerten Tonnen an Feuerwerkskörpern.
Sonnabendnacht, gegen 3 Uhr, wurden Anwohner der Von-Sauer-Straße von einer Explosion aus dem Schlaf gerissen. Schnell war klar: Hier sind Feuerwerkskörper hochgegangen. Die vierspurige Straße wurde gesperrt, etwa 150 Anwohner der umliegenden Häuser evakuiert. Die Feuerwehr rückte mit bis zu 90 Mann an, hatte aber Probleme, in dem Bunker zu löschen. Zu dichter Rauch und zu gefährlich, weil jederzeit die Pyrotechnik explodieren konnte. 5,5 Tonnen lagerten in dem Gebäude! „Für die Bevölkerung ist es das Sicherste, für uns aber der schlimmste Fall“, sagte Hendrik Frese, Sprecher der Feuerwehr Hamburg.
Gelöscht wurde der Brand schließlich mit einem Trick: Über Lüftungsschlitze spritzten die Einsatzkräfte Wasser in den Bunker, machten das Feuerwerk nass und unschädlich. Am Sonnabend konnten die evakuierten Bahrenfelder in ihre Wohnungen zurückkehren.
Offen ist bisher, was die Explosion ausgelöst hat. Die Brandermittler der Polizei haben Anfang der Woche ihre Arbeit vor Ort aufgenommen, Ergebnisse werden in ein paar Tagen erwartet.
Da bereits am vorigen Dienstag in Rothenburgsort ein Feuer in einem Hochbunker ausgebrochen war, ordnete die Stadt an, alle noch genutzten Betonklötze zu überprüfen. Heute werden die Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg meist als Lager, aber auch als Proberäume für Bands genutzt.
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