Rettungswege zugeparkt - Russisch Roulette in Altona

Hinter dem parkenden LKW befinden sich drei Halteverbotsschilder und ein Feuerwehzufahrt Schild.
 
Verengte Fahrbahnen bis zum Horizont, durch Baustellen und Parkende Fahrzeuge.

Fahrräder abstellen in der Feuerwehrzufahrt verboten! LKWs sind für die Polizei aber kein Problem.

Ein LKW parkt im Halteverbot, gegen die Fahrtrichtung, blockiert die Fahrbahn neben einer Baustelle und deren Zufahrt, verdeckt die Sicht auf Verkehrsschilder und behindert Rettungswege sowie die Feuerwehrzufahrt. Nicht nur für kurze Zeit, sondern von ca. 18:00 Uhr bis zum nächsten Morgen. So geschehen am 11. März und nicht zum ersten Mal in der Harkortstraße. Mein Anruf gegen 19:00 Uhr beim zuständigen PK21 bewirkte nichts, eine Stunde danach stand der 40-Tonner immer noch vor unseren Häusern. Auf dem Weg zu meinem Vater, er wohnt im Nebenhaus, traf ich einen Nachbarn. Er hat einen „Peterwagen“ gesehen, der vor dem LKW stand. Also war die Polizei vor Ort.

Ich rief noch mal die Wache an, und berichtete dass der Laster dort immer noch parkt. Man wolle mich zurückrufen. Kurze Zeit später bekam ich einen Anruf der Polizei. Mir wurde mitgeteilt dass der LKW-Fahrer seine Lenkzeit überschritten hat und deshalb nicht mehr fahren kann. Daher habe man entschieden, der LKW darf dort die Nacht über bleiben. Der Fahrer schläft ja im Fahrzeug, und kann geweckt werden um den Truck im Notfall wegzufahren.

Kostbare Zeit verstreicht bis der Fahrer wach ist und sein Wagen startklar gemacht hat, aber wohin soll er im Notfall fahren, wenn auf der einspurigen Straße Feuerwehrautos, Polizei- und Rettungsfahrzeuge entgegenkommen? Im Januar wurde in Altona die Aktion „Freie Fahrt für die Feuerwehr“ durchgeführt. Dabei wurden Falschparker abgeschleppt und Strafzettel verteilt. Das Elbe-Wochenblatt berichtete darüber:
http://www.elbe-wochenblatt.de/altona/lokales/stel...

In die Harkortstraße und in die Gerichtstraße traute man sich zu testzwecken mit den Feuerwehrfahrzeugen wohl nicht zu fahren. Auch ohne Falschparker ist hier ein Rettungseinsatz nur mit großen Problemen durchzuführen, wenn überhaupt. Durch die Bauarbeiten ist die Zufahrt der Feuerwehr- und Rettungsfahrzeuge nur über den schmalen Gehweg möglich. Elbe-Wochenblatt Bericht Feuerwehreinsatz Gerichtstraße:
http://www.elbe-wochenblatt.de/altona/lokales/feue...

Um die Situation zu dokumentieren ging ich aus dem Haus und fotografierte den LKW. Einen Moment später kam wieder ein Streifenwagen und hielt vor dem Truck. Zwei Polizistinnen stiegen aus, fotografierten den LKW und redeten mit dem Fahrer. Da der Trucker anscheint immer noch nicht abfahren wollte oder konnte, fuhr die Polizei wieder fort.

Seit Jahren lagern nachts LKWs auf der Harkortstraße, um die Gebühren für den Autohof zu sparen und früh morgens bequem bei der Carlsberg Brauerei Hamburg (Holsten), die um 05:00 die Tore öffnet, ihre Waren entgegen nehmen zu können. Carlsberg stellt den Lieferanten keine Parkmöglichkeiten zu Verfügung. Wegen den Vattenfall und den Mitte Altona Baustellen ist der Platz auf der Straße für die Fahrer jetzt sehr eng geworden. Die Harkortstraße ist ab Ecke Harkortstieg im Moment nur einspurig befahrbar, und ab Hausnummer 140 bis 164 voll gesperrt. WC gibt es für die Trucker hier nicht, einige wurden schon in den Vorgärten beim verrichten ihrer Notdurft gesichtet. Dazu kommt noch der Lärm wenn nachts zwischen 04:00 und 05:00 die Motoren der LKWs gestartet werden. Dem Bezirksamt und der Polizei ist die Problematik seit Jahren bekannt und wird geduldet. Dass jetzt aber auch noch mit dem Leben der Anwohner gespielt wird ist neu.
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