Regerstraße: Die Straße, die Autofahrer in Versuchung führt

Von Westen kommend links in die Regerstraße abbiegen: Wenn das die Polizei sieht, kann es bis zu 30 Euro kosten.

Brennpunkt: Hier wird massenhaft falsch abgebogen. Abbiegeverbot soll erhalten bleiben.

Von Christopher von Savigny.
Es ist so schön simpel: Blinker setzen, abbremsen, Gegenverkehr abwarten – und rüber. An der Ecke Bahrenfelder Chaussee / Regerstraße kann man alle naslang Autofahrer beobachten, die aus Richtung Lurup kommend nach links einbiegen. Doch das ist verboten: Ein weißer Pfeil auf blauem Grund weist auf das Geradeausfahrgebot hin. Nur Autofahrer, die aus der Stadt kommen und in Richtung Lurup unterwegs sind, dürfen nach rechts in die Regerstraße hineinfahren.
Das Abbiegeverbot betrifft in erster Linie Lehrer und Besucher der anliegenden Stadtteilschule Bahrenfeld. „Das Problem ist immer mal wieder Thema bei uns“, sagt Gerd Thiem, stellvertretender Schulleiter. „Wir können mit dem Verbot ganz gut leben, weil wir sonst viel mehr Verkehr hätten. Mit mehr Verkehr wäre aber die Sicherheit der Schüler nicht mehr gewährleistet.“ Wer als Autofahrer zur Schule wolle, könne zum Beispiel bereits in die Straße Lutherhöhe einbiegen – müsse sich aber anschließend durch kleine Nebenstraßen navigieren. „Man kann auch bis zur Einmündung Mendelssohnstraße durchfahren und dort eine Kehrtwendung machen“, schlägt Thiem vor.
Auch die Polizei hat die Straßenecke schon als Problempunkt ausgemacht. „Wir sind regelmäßig vor Ort, um Verwarnungen auszusprechen“, berichtet Bodo Weber von der Verkehrsabteilung des Reviers Notkestraße. Bei falschem Abbiegen sind zwischen 10 und 30 Euro fällig. Wird dabei ein anderer Verkehrsteilnehmer genötigt, kommt nochmal ein saftiges Strafgeld hinzu.
Trotzdem soll die Verkehrsregelung so bleiben wie sie ist. „Die Bahrenfelder Chaussee ist eine Hauptverkehrsstraße, der Verkehr darf möglichst nicht unterbrochen werden“, begründet Weber die Maßnahme.
Henrik Strate, verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion Altona, ist davon nicht überzeugt: „Die rechte Fahrspur der Bahrenfelder Chaussee in Richtung Stadt wird häufig beparkt. Wenn man dies abstellt, sollte es möglich sein, eine separate Linksabbiegespur einzurichten.“ Das Thema soll jetzt im bezirklichen Verkehrsausschuss behandelt werden.
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