Radfahrer: Gebt uns mehr Platz auf den Straßen!

Wann? 04.07.2012 19:00 Uhr

Wo? Bürgertreff Altona-Nord, Gefionstraße 3, 22769 Hamburg DE
Allein zwischen Autos... Radfahren in der Stadt kann abenteuerlicher sein als man es sich wünscht. (Foto: pixelio)
Hamburg: Bürgertreff Altona-Nord |

Auf dem Fahrrad unterwegs? Das kann im Bezirk Altona eine riskante Sache sein.

Von Reinhard Schwarz.
Auf den Straßen gilt das Recht des Stärkeren. Schwächere wie Radfahrer haben da schlechte Karten. Obwohl seit 1997 Radfahrer laut Straßenverkehrsordnung auch auf der Straße fahren dürfen, scheint diese neue Regelung bei Autofahrern, aber auch bei manchen Behörden, noch nicht angekommen zu sein.
Mit der Kampagne „Ab auf die Straße!“ wirbt der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) dafür, dass Radler nicht länger Stiefkind der deutschen Verkehrspolitik sind. Kommunalpolitik, Behördenvertreter, Polizei und Fahrrad-Lobbyisten streiten um den richtigen Weg.
Ein Thema: die Radspur auf der Elbchaussee, wie von der rot-grünen Bezirkskoalition für Altona gefordert. Laut Henrik Strate, verkehrspolitischer Sprecher der SPD Altona, gibt es „noch keine Finanzierung“ für dieses Projekt: „Wir reden hier von einem siebenstelligen Betrag.“ Ein anderer Wunschtraum: Eine separate Radspur auf der Elbchaussee. Doch die Kreuzung Hohenzollernring/Elbchaussee ist für die Einrichtung einer Radspur nicht geeignet. Erst dahinter wäre sie Richtung Teufelsbrück technisch möglich.
Ein weiteres Problem nennt Dirk Lau, stellvertretender ADFC-Vorsitzender in Hamburg: die Kreuzung Max-Brauer Allee/Holstenstraße. An dieser Kreuzung werden die Radfahrer, die über die Max-Brauer-Allee Richtung Bahnhof Altona wollen, per blauem Gebotsschild erst auf den Gehweg geleitet, dann wieder auf die Straße - im ungünstigsten Fall direkt vor die Räder eines der Busse, die kurz vorher halten und dann wieder anfahren. Eine gefährliche Situation.
Bezirksamtsmitarbeiter Butenschön und Polizist Thomas Herwege, Leiter der Zentralen Straßenverkehrsbehörde, versprachen baldige Abhilfe.

Diskussion: Radfahren in Altona
Zu einer öffentlichen Podiumsdiskussion „Rad fahren in Altona“ lädt der ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad Club) für Mittwoch, 4. Juli, ab 19 Uhr in die W3 Werkstatt für Internationale Kultur und Politik, in den Nernstweg 32-34 ein. Themen sind unter anderem die geplante Aufhebung der Radwegebenutzungspflicht in der Holstenstraße und der Vorschlag des ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad Club), die Chemnitzstraße in eine Fahrradstraße umzuwandeln. Unter dem Stichwort „Autofreies Altona” wird anschließend diskutiert, wie das Leben in der Stadt umweltfreundlicher und menschengerecht entwickelt werden kann, damit sich alle Wege bequem und attraktiv ohne Auto zurücklegen lassen.
Auf dem Podium: Olaf Böhm, Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation, Referat „Nichtmotorisierter Verkehr“; Karsten Strasser, „Die Linke“ Bezirksfraktion Altona, Dirk Lau vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club, Holger Sülberg, GAL-Bezirksfraktion Altona, und Antonia Niecke, CDU-Bezirksfraktion Altona. Es moderiert Johannes Ruppel.
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