Rachefeldzug gegen ein Schuhgeschäft

Tatmotiv unbekannt: Die Schaufensterscheiben des Schuhgeschäfts „Loveboots“ an der Ecke Ottenser Hauptstraße und Große Rainstraße wurden mehrfach eingeworfen oder beschmiert. (Foto: rs)

Unbekannte attackieren „Loveboots“: immer wieder Fenster eingeschlagen und beschmiert

Von Reinhard Schwarz. Rätselhafte Randale: Seit seiner Eröffnung am 2. Dezember 2011 ist das Schuhgeschäft „Loveboots“ in der Ottenser Hauptstraße immer wieder Ziel von Anschlägen durch Unbekannte. Auch ein zweites Geschäft von „Loveboots“ am Schulterblatt wird regelmäßig attackiert.
Der oder die Täter warfen wiederholt die Scheiben des Schuhgeschäfts ein und beschmierten diese mit Farbspray oder gar mit Fäkalien. Bei der Polizei gingen insgesamt sieben Anzeigen wegen Sachbeschädigung ein. Zudem erhielt das Geschäft zwei böse anonyme Schreiben. Die Polizei ermittelt deswegen auch wegen Beleidigung und Nötigung.
Bevor das Schuhgeschäft „Loveboots“ die Räume bezog, befand sich dort ein beliebter Kiosk mit Sitzgelegenheiten vor dem Laden. Der Betreiber musste das Objekt allerdings nach einen Rechtsstreit mit dem Vermieter räumen.
Die Polizei hält sich mit Angaben zu möglichen Verdächtigen zurück. So wurde zwar schon am 21. Januar ein Tatverdächtiger aus der örtlichen Punker-Szene festgenommen. Er muss mit einem Prozess wegen Sachbeschädigung rechnen. Dieser Mann hatte allerdings während der Geschäftszeit die Eingangstür attackiert - alle anderen Attacken gegen den Laden fanden nachts statt.
Auch nach der Festnahme gingen die Schmierereien und Attacken weiter. Nach Mitteilung der Polizei ist der Staatsschutz in die Ermittlungen eingebunden und prüft politische Motive. Ob diese tatsächlich vorliegen, erscheint zumindest zweifelhaft, da es bisher außer den anonymen Drohbriefen kein Bekennerschreiben gibt. Proteste gegen Gentrifizierung scheinen hier keine Rolle zu spielen: Die Ottenser Hauptstraße wurde schon vor Jahren aufgewertet.Ein weiterer Schuhladen stellt nicht unbedingt eine neue Qualität in dieser Entwicklung dar. Offenbar handelt es sich hier eher um einen persönlichen Rachefeldzug, mit dem Ziel, die Inhaber zu schädigen.
Die Geschäftsleitung von „Loveboots“ hat sich auf Anfrage des Wochenblatts bisher nicht zu den Vorkommnissen geäußert.
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