Punks in den Park

Malou, Lisa und Mütze (v.l.) freuten sich im Rathaus Altona über die Nachricht, dass sie auf das Gelände der ehemaligen Polizeischießanlage ziehen dürfen. Sie vertreten den Verein „Wildwuchs e.V.“, in dem sich Punks und andere Wohnungslose zusammengeschlossen haben, die derzeit in Zelten und Hütten an der Stresemannstraße leben.

Containerwohnen auf ehemaliger Polizeischießanlage für Hüttenbauer der Stresemannstraße.

Gute Nachrichten für die Punks, die auf dem Brachgelände zwischen Stresemannstraße und Oeverseestraße in Zelten und selbst gezimmerten Hütten leben. Sie haben die Zusage der Altonaer Verwaltung und Politik, dass sie in den Volkspark umziehen dürfen – und zwar auf das Gelände der ehemaligen Polizeischießanlage am Schulgartenweg 2. Dort sollen die Punks, die inzwischen den Verein „Wildwuchs e.V.“ gegründet haben, in Containerbauten wohnen.
Gute Nachrichten sind das aber auch für Politik und Verwaltung in Altona. Denn sie sind zwei Sorgen los: Zum ersten besetzen die Punks ein privates Gelände. Eine Räumung wäre unausweichlich, falls die Punks nicht von selber gehen. Und eine Räumung geht selten ruhig ab.
Zweitens: Winterfest sind die derzeitigen Hütten, nach Ansicht aller, außer den Bewohnern selbst, nicht. Die Verantwortung, falls jemand bei eisigen Temperaturen erfriert, fällt auf den Bezirk zurück.
Auf der ehemaligen Polizeischießanlage am Rande des Schulgartens herrscht seit zwei Jahren Ruhe. Die Polizei hat eine neue, moderne Schießübungshalle bekommen, und den Sportschützen, die das Gelände ebenfalls nutzten, wurde gekündigt. Seitdem liegt das städtische Gelände brach.
Bevor dort Containerwohnungen für die obdachlosen Punks aufgestellt werden können – das wird im Rahmen des Winternotprogramms geschehen – muss der Kampfmittelräumdienst das Grundstück noch untersuchen.
Während Amt und Politik den Punks bisher nicht in Aussicht stellen, länger als über den Winter am Volkspark zu bleiben, dringen Lisa und Malou, Sprecherinnen der Gruppe, auf einen längeren Aufenthalt: „Sonst ist unsere Lage im Frühjahr schlimmer als sie jetzt ist.“ Auch Container sind nicht unbedingt, was sie sich erträumen. Ideal fänden sie die Erlaubnis, auf dem Gelände wieder Hütten im Eigenbau zu errichten.
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