Protest hat Wirkung gezeigt

Ein Jahr lang meldete sich die Initiative „Haltestelle Gerichtstraße zurück“ immer wieder mit öffentlichen Aktionen und Protest gegen die Bushaltestellenverlegung. (Foto: pr)

Initiative jubelt: Bushaltestelle „Gerichtstraße“ wird im Oktober wieder zurückverlegt.

Ihre Argumente haben überzeugt. Mehr als ein Jahr lang hat die Initiative „Haltestelle Gerichtstraße zurück“ gekämpft. Nun hat sie ihr Ziel erreicht: Die Haltestelle auf der Max-Brauer-Allee wird wieder zurückverlegt. Im Juli 2013 war sie ohne Ankündigung im Rahmen des Busbeschleunigungsprogramms um knapp einen halben Kilometer näher an den Bahnhof Altona verlegt worden.
Sofort flammte Protest auf, der bis heute nicht erlosch. Winters wie sommers demonstrierten Mitglieder der Ini am Standort der alten Haltestelle, sammelten Unterschriften und machten Druck. Die Bezirksversammlung Altona hatte sich politisch hinter sie gestellt, doch „oben“, in der Behörde, schien sich zuerst wenig zu regen.
Die Nachricht von ihrem Erfolg wurde der Initiative bestätigt von dem Altonaer SPD-Kreisvorsitzenden undBürgerschaftsabgeordneten Dr. Mathias Petersen sowie von Hans Grote aus dem Landesbtrieb Straßen , Brücken und Gewässer Hamburg. Andreas Rieckhof, zuständiger Staatsrat der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation, hat einen Brief an Altonas BezirksamtsleiterinLiane Melzer geschickt, in dem er die Verlegung noch für diesen Oktober ankündigt.
Ausschlag gegeben für das Umdenken in Sachen Haltestelle Gerichtstraße haben wohl Fahrgastbefragungen der letzten Wochen, die bestätigten, was die Ini nicht müde wurde zu behaupten: Es gibt großen Bedarf nach der Haltestelle am alten Standort.
Der neue Standort war schlecht geplant: So nah am Bahnhof gelegen, dass sich eine Fahrt mit dem Bus zum Bahnhof für Anwohner des Gerichtsviertels kaum mehr lohnte - der Fußweg zur Bushaltestelle war kaum kürzer als der zum Bahnhof. Für Alte und Gehbehinderte ein Unding.
Bei der nun bevorstehenden Rückverlegung wird die Haltestelle nicht wie ursprünglich genau vor dem Amtsgericht liegen, sondern aus verkehrstechischen Gründen rund 30 Meter weiter nördlich in Richtung Schnellstraße. Ingrid Albertsen, Sprecherin der Initiative: „Ich kriege eine Flut von Mails, in denen uns für unseren Einsatz und fürs Durchhalten gedankt wird. Sich aufregen kann jeder aber Dranbleiben ist die Kunst.“
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