Protest gegen „Zeise II“

Gegen die Bebauung des Zeise-Parkplatzes: Demonstranten vor dem Altonaer Rathaus. Foto: CVS

Altonaer demonstrieren gegen Parkplatzbebauung

Von Christopher v. Savigny.
Mit Rasseln, Trillerpfeifen und lautem Geklapper auf Kochtöpfen und Pfannen haben etwa 100 Demonstranten vor dem Altonaer Rathaus gegen die geplante Bebauung des Zeise-Parkplatzes protestiert. „Mir geht es gegen den Strich, wie hier den Leuten über den Mund gefahren wird“, sagte Anwohner Willi Ratz.
Hintergrund: Der Bezirk hatte dem umstrittenen Bürohaus-Projekt („Zeise II“) kurzerhand eine Baugenehmigung erteilt – obwohl eine Bürgerinitiative, die sich für Wohnbebauung ausspricht, bereits 9.000 Stimmen gesammelt hatte (das Wochenblatt berichtete).

„Öffentlicher Raum
wird verscherbelt“

„Wir haben die Nase endgültig voll“, sagte Protestlerin Ulrike Kohnke, ebenfalls aus Altona. „Was in Altona fehlt, sind bezahlbare Wohnungen und keine Bürobauten. Der öffentliche Raum wird zunehmend verscherbelt.“
Mit Transparenten wie „Scholz hat Fri€nds“ und „Wohnen ist ein Grundrecht“ setzten die Teilnehmer ihren Protest anschließend auf der Besuchertribüne des Kollegiensaals fort, während zu ihren Füßen die Bezirksversammlung tagte. Ebenfalls anwesend: Bezirksamtsleiterin Liane Melzer, die dem Projekt den Weg geebnet hatte.

Die Bürgerinitiative
Pro Wohnen erwägt Klage

Rechtlich war gegen diesen Schritt wohl nichts einzuwenden. Kritik gab es jedoch unter anderem aus der Bezirksversammlung, die im Vorfeld nicht informiert worden war. Die Bürgerinitiative Pro Wohnen Ottensen will jetzt offenbar gegen die Baugenehmigung Klage erheben.
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