Presse-Erklärung der Hamburger Kultur- und Geschichtswerkstatt: Einladung zur Gedenkfeier am Jahrestag des Altonaer Blutsonntag

Anlässlich des Jahrestages des Altonaer Blutsonntags vor 83 Jahren am 17. Juli 1932, wollen wir auch dieses Jahr ein Gedenken an die damaligen Ereignisse durchführen und laden dazu die demokratische Öffentlichkeit in Hamburg herzlich ein.

Die Gedenkfeier findet statt

am Freitag, den 17.Juli um 17 Uhr
am Gedenkstein hinter dem Altonaer Gerichtsgebäude
(HH-Altona, Max-Brauer Allee/ Gerichtsstraße).

Die Hamburger Kultur- und Geschichtswerkstatt wird anlässlich der diesjährigen Gedenkfeier die Einrichtung einer Gedenktafel am Altonaer Gerichtsgebäude beantragen und ein deutliches Hinweisschild, für Fußgänger und Autofahrer, auf den Gedenkstein für die vier ermordeten Altonaer Kommunisten. Die Gedenktafel soll folgenden Text enthalten:

Wehret den Anfängen – Gedenken des „Altonaer Blutsonntag“, dem 17.Juli 1932

Genehmigt durch den Altonaer Polizeipräsidenten Otto Eggerstedt und unter dem Schutz der Polizei drangen an diesem Tag 5-6 Tausend Faschisten in das Hamburger Arbeiterviertel Altona ein. Die Bevölkerung protestierte heftig. 16 Antifaschisten wurden meist durch Polizeikugeln ermordet, 70 schwer verletzt. Daraufhin wurden unter der 1933 errichteten faschistischen Diktatur 4 junge Altonaer Kommunisten durch ein Sondergericht beim Landgericht Altona unter Landgerichtsdirektor Dr. Block abgeurteilt. Am 1. August 1933 wurden Karl Wolff, August Lütgens, Walter Möller und Bruno Tesch im Hof des Altonaer Gerichtsgefängnisses auf staatliche Anordnung ermordet. Wie die Prozessakten belegen, wurden die sogenannten Beweismittel gefälscht und Zeugen massiv eingeschüchtert. Die Schand-Urteile wurden nach 1945 in der Bundesrepublik erst 1992 aufgehoben, vor allem durch den hartnäckigen öffentlichen Druck von Angehörigen und Antifaschisten.



Kontakt zur Hamburger Kultur- und Geschichtswerkstatt:
Tel.: 0176 – 54 53 95 46; Mail: Griesbaum-HH@web.de
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.