Polizei und Feuerwehr im Waschpulver-Einsatz

Mit Polizei-Absperrband gesichert auf dem Gehweg: der überdimensionale Waschmittelkarton, der vorher als Verkehrshindernis auf der St. Pauli Hafenstraße stand. (Foto: Mann)

Werbe-Gag für neues Waschmittel geht spektakulär schief.

Komplett schiefgegangen ist ein Werbe-Gag in St. Pauli. Das Unternehmen Procter & Gamble hatte sich, um das neue Waschmittel von Lenor bekannt zu machen, eine sogenannte „Mystery-Kampagne“ auf der St. Pauli Hafenstraße ausgedacht. Die funktionierte aber nicht so, wie sie sollte. Das Ende vom Lied: Feuerwehr und Polizei mussten einen gigantischen Waschmittelkarton von der Straße räumen.
Er stand plötzlich mitten auf der Fahrbahn vor der Einfahrt der Parkgarage Hafenstraße 96: ein zwei mal drei Meter weißer Karton. Darauf unübersehbar das Wort „Waschmittel“ sowie das Porträt einer (Haus)frau namens Ursula, laut Unterschrift eine der „erfahrensten Sauberkeitsexperten Deutschlands“. Daneben die Frage: „Ist es stark genug um Jahrzehnte an Überzeugung wegzuwaschen?“ Die Frage bleibt unbeantwortet. Auf jeden Fall war das Waschmittel stark genug, um die ganze Fahrbahn Richtung Fischmarkt zu blockieren.
Wochenblatt-Bürgerreporter Heinz Mann war Zeuge: „Die Polizei hat sich die Bescherung angesehen und hat dann die Feuerwehr angefordert, um das Ding wegzuräumen. Die Feuerwehr musste erstmal vier 50-Liter-Wassertanks, die als Beschwerung dienten, entfernen und schob den Kasten, der auf Rollen stand, dann an die Seite. Die Polizei sicherte ihn mit Absperrband.“
Leider habe es in Hamburg Missverständnisse wegen der Platzierung gegeben, erklärte eine Sprecherin von Procter & Gamble dem Wochenblatt. Man habe zwar eine Genehmigung für das Aufstellen des Kartons gehabt – aber natürlich nicht für einen Standort mitten auf der Fahrbahn. „Was da im konkreten Fall schiefgelaufen ist, ob der Lieferer, der Lkw-Fahrer oder die Werbagentur da etwas falsch verstanden haben, weiß ich nicht – da steckt man nicht drin. Schade, dass unsere Überraschungskampagne ausgerechnet in Hamburg schiefgelaufen ist.“
Bei der Polizei habe man sich entschuldigt. „Die schicken uns die Rechnung. Wir übernehmen natürlich die Kosten.“
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