Plietsche Ehrenamtliche gesucht

Will ein bisschen Leben in die Bude bringen: Stephan Johnsen, Leiter des ASB-Seniorentreffs Altona. Foto: cvs
Hamburg: ASB Seniorentreff Altona |

ASB-Seniorentreff in der Düppelstraße wünscht sich Mitstreiter

Von Christopher von Savigny. Der rund 90 Quadratmeter große Veranstaltungsraum des Seniorentreffs in der Düppelstraße sieht aus, als warte er nur darauf, in Beschlag genommen zu werden: Zum Beispiel könnte man an einem der zahlreichen Tische Platz nehmen und Gesellschaftsspiele spielen. Etwas lesen, sich zum gemeinsamen Basteln treffen. Oder einfach nur reden. Die Möglichkeiten sind schier unbegrenzt.
Das Problem: Dem Treffpunkt, der vom Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) betrieben wird, mangelt es an Ehrenamtlern, die solcherlei Aktivitäten anbieten und leiten könnten. „Mindestens drei Helfer“ wünscht sich Einrichtungsleiter Stephan Johnsen, um ab dem nächsten Jahr zumindest ein monatliches Essen für Bedürftige anbieten zu können. Ohne freiwillige Unterstützer sei dies nicht möglich. „Unser Hauptanliegen ist es, etwas gegen Vereinsamung zu tun und die Leute aus ihren Wohnungen zu holen“, erklärt Johnsen.
Einige Angebote gibt es bereits im Altonaer ASB-Treff: Zweimal pro Woche wird Bridge oder Skat gespielt, an Wochenenden auch Bingo. Auf reges Interesse stößt ein Deutsch-Arabisch-Sprachkurs, der zurzeit hauptsächlich von Migranten genutzt wird. „Umgekehrt gibt es auch Deutsche, die gerne Arabisch lernen wollen“, sagt Johnsen. Weiterhin treffe sich mehrmals pro Monat ein Äthiopischer Verein vor Ort, um zusammen zu essen. „Man wird regelmäßig zum Mitessen eingeladen“, freut sich der ASB-Leiter, der sich mehr solcher Multi-Kulti-Zusammenkünfte wünscht. Auch einen Kurs für den richtigen Umgang mit dem eigenen Smartphone kann sich Johnsen vorstellen, oder einen wöchentlichen Filmabend. „Die Lizenz dafür haben wir“, sagt er. „Es fehlt nur jemand, der das übernehmen würde.“
Der ASB verfügt über insgesamt vier Seniorentreffs im Hamburger Westen (Altona, Iserbrook, Sülldorf, Rissen), in ganz Hamburg gibt es – trägerübergreifend – rund 90 dieser Einrichtungen. Johnsen plädiert dafür, das Freiwilligenamt attraktiver zu machen: „Wir kämpfen schon seit Jahren für eine HVV-Dauerkarte für unsere Ehrenamtler“, sagt er. „Wäre klasse, wenn das endlich mal klappen würde.“

❱❱ Interessenten melden sich per Mail unter stephan.johnsen@asb-hamburg.de oder kommen persönlich vorbei: di/mi 10-15 Uhr,
Düppelstraße 20.
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