Pläne für neue Straße: pro und contra

Die Gegner einer Holstenkamp-Verlängerung haben sich in einer Initiative zusammengetan. (Foto: nr)

„Bürgerinitiative Volkspark“ kritisiert angedachte Holstenkamp-Verlängerung - doch es gibt auch Befürworter.

Von Nadine Ruhland und Christiane Handke.
Gut gefüllt mit rund 130 Menschen war die Steenkamphalle, als die „Bürgerinitiative Volkspark“ einlud, um über den neuesten Plan der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) zu diskutieren: eine neue Durchgangsstraße vom Holstenkamp zur Notkestraße.
„Im Moment ist es eine Rahmenplanung, also noch nichts Rechtsverbindliches. Die Straße würde erst gebaut werden, wenn der Autobahndeckel da ist“, erklärte Hartmut Janßen, Sprecher der Bürgerinitiative.
Trotzdem kursieren viele Vermutungen und Ängste unter den Anwohnern. Einige äußerten Bedenken, dass auf der im Rahmenplan vorgesehenen 28 Meter breiten Trasse nicht nur wie angegeben zwei Spuren, sondern vier bis sechs entstehen könnten. Fast alle befürchten, dass der Verkehr stark zunehmen wird. Außerdem sei nicht sicher, ob der jetzige Zustand ihrer Häuser einer viel befahrenen Durchgangsstraße standhalten würde. Auch wird befürchtet, dass die neue Straße als Entlas-tungsstraße für die übervolle West-Ost-Achse Stresemannstraße dienen wird.
Doch es gibt auch Befürworter des BSU-Plans. Anne Woywod spricht für viele Anwohner aus den Wohngebieten östlich der A7 und nördlich der Bahrenfelder Chaussee. Sie lebt seit sechs Jahren hier und erlebt tatgtäglich, dass das Viertel um Reger- und Von-Hutten-Straße beliebter Schleichweg ist für Pendler, die morgens und abends Ampeln und die Stresemannstraße vermeiden wollen. Die ausgedehnte Einbahnstraßenregelung im Viertel wird entweder umfahren oder - das weiß auch die Polizei - einfach missachtet, wie zum Beispiel an der Einmündung der Regerstraße, in die man eigentlich aus Westen kommend nicht einbiegen darf. „Ich wäre dankbar für die Verlängerung des Holstenkamps, das würde unser Viertel sehr entlas-ten. Und die neue Verbindungsstraße würde sicherlich nach sich ziehen, dass auch der öffentliche Nahverkehr hier besser ausgebaut würde.“
Dass die Bürgerinitiative argumentiert, der Volkspark werde durch die neue Straße stark belastet, regt Anne Woywod auf: „Der Volkspark wird doch gar nicht berührt, das sieht man doch an den Plänen!“

Hintergrund:
Infolge der Überdeckelung der A7 werden in Bahrenfeld rechts und links der Autobahn, dort, wo es heute noch zu laut ist zum Wohnen, in den
nächsten Jahren bis zu 2.000 Wohnungen entstehen. Falls die Trabrennbahn, wie angedacht, umzieht, wird auch dieses Gelände dem Wohnungsbau zugeschlagen. Die Wohnungen brauchen Zugangs- straßen. Deshalb soll der Holstenkamp verlängert und vergrößert werden und in einem Bogen bis zur Notkestraße führen. Von dieser Hauptader aus werden die Quartiere dann mit kleineren Wohnstraßen erschlossen werden. CH
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4 Kommentare
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Olaf Wuttke aus Altona | 11.11.2011 | 01:16  
630
Angela Banerjee aus Altona | 11.11.2011 | 21:47  
8
Gromit Aardman aus Bahrenfeld | 21.04.2012 | 21:55  
630
Angela Banerjee aus Altona | 30.04.2012 | 17:54  
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