Perlen vor die.....

Perlen vor die….
Ich nehme Unterstützung in Anspruch. Macht ein gutes Gefühl. Ich hab eine, auch weil die anderen eine haben. Sie sucht gelegentlich das Gespräch mit mir. Unangenehm, weil das nicht der Grund ist, warum sie hier ist. Sie soll bitte was tun. Gründlich, lautlos, schnell, preiswert, wertig, unsichtbar (sie), sichtbar (das Arbeitsergebnis). Rauchen darf sie, draußen vor der Tür. Wenns eben sein muss. Nicht schön, aber man bekommt gar nicht so leicht eine. Und - einen Kaffee bekommt sie, gehört irgendwie dazu, habe ich gehört. Aber mehr nicht. Noch schöner. Problem: Was macht frau währenddessen? Lesen? Womöglich eine Frauenzeitschrift, Herrgott: Thema Gleichberechtigung. Geht nicht. Wirkt irgendwie deplatziert. Mitarbeiten? Nö. Einkaufen? Wirkt nicht nur, sondern ist tatsächlich öde. Telefonieren? siehe Lesen. Herrgott! Ich bezahle doch, warum also anstrengen? Lösung: Scharfe Arbeitsanweisungen überspielen die Unsicherheit: Auch unter…, bitte vorsichtig…, dringend mal wieder…, inklusive…., wenns Ihnen nichts ausmacht (haha), das letzte Mal war da noch…., es ist mir sehr wichtig, dass….Könnten Sie unbedingt…, bitte nur ganz vorsichtig…, ganz wichtig: nur nebelfeucht! Denn: Zuhause ist die Chefin der Chef. Merkt sie mal, wie es läuft in Deutschland. Freiheit überall, gern auch von Belastung. Kinder aus dem Haus? Egal. Staubt trotzdem. Nicht schön- gerade bei Gästen: Die Hausfrau nicht auf Zack. Die hat Nerven, den ganzen Tag zuhause, Blumen arrangieren ja, aber mal schnell…..schafft sie nicht. Was macht die die ganze Zeit? Ist doch studierte…, ja, aber natürlich vöööllig raus nach der langen Zeit! Und der Mann kommt spät nachhause. Gottseidank hat sie den Hund. Aber der macht natürlich Dreck. Dafür braucht man schon…, vielleicht sogar häufiger.
Ich werde sie jetzt duzen. Ist ja – ehrlich- kein Verhältnis auf gleicher Höhe. Zur Höflichkeit gibt’s dann den umstandslosen Konjunktiv: Könntest du heute bitte mal schnell den ganzen…? Auch oben? Auch unten? Auch die Mitte? OK? Danke, du bist ein Schatz! Ich geh jetzt zum Sport. OK? Den brauchst du nicht – ja, das glaub ich. Haha. Du Arme! Du weißt ja, wenn du noch Zeit hättest, vielleicht auch noch …. Ich bin in 2 Stunden zurück. Geld liegt auf dem Tisch. Nächste Woche? Prima. Wie geht’s den Kindern? Freut mich.
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