OTTO WULFF jetzt ohne Schafspelz?

Pressemitteilung der AnwohnerInitiative Otte60
100% Sozialwohnungen mit 30jähriger Sozialbindung – das war lt. Hamburger Abendblatt vom 22.01.16 der Plan der Fa. Otto Wulff für den Ottenser Innenhof. Auf dieser Grundlage gab die Bezirksversammlung Altona am 28.01.16 grünes Licht für die Pläne. Doch nun sieht alles ganz anders aus: Frei finanzierte Wohnungen sollen es werden ...

Am 10.02.16 traf sich die Anwohnerinitiative OTTE60 zum 5. Runden Tisch mit VertreterInnen der Bezirkspolitik, des Bauamtes und der Investoren. Es ging dabei um den Plan zur Bebauung des Innenhofs mit Flüchtlingswohnungen, den der Investor, die Fa. Otto Wulff, am 23.01.16 über die Presse uns und der Öffentlichkeit mitgeteilt hatte, mitten im laufenden Verhandlungsprozess (vgl.
unsere Presserklärung vom 26.01.16). Am 28.01.16 hatte die Bezirksversammlung Altona die Pläne diskutiert, der Verwaltung einen Prüfauftrag bzgl. der Realisierung erteilt und damit grundsätzlich grünes Licht in Richtung der Pläne gegeben. Details wie z.B. das Bauvolumen sollten im weiteren Prozess geklärt werden. Ein zentrales Argument in der parlamentarischen Diskussion war die Aussage, der Investor habe eine 30jährige Sozialbindung für alle zu bauenden Wohnungen zugesagt (15 Jahre Flüchtlingswohnungen über „Fördern und Wohnen“, anschließend 15 weitere Jahre Sozialbindung).
Beim Runden Tisch am 10.02. offenbarte nun Stephan Wulff, Chef der investierenden Baufirma Otto Wulff, einen ganz anderen Plan: Man wolle doch keine Sozialwohnungen, sondern 100% frei finanzierte Wohnungen bauen

das habe man so mit der Bezirksamtsleiterin Frau Dr. Melzer
vereinbart. Die Wohnungen werde man 15 Jahre lang an „Fördern und Wohnen“ vermieten und anschließend auf dem freien Markt. Man gehe davon aus, dass die Flüchtlinge „nach ein paar Jahren integriert“ seien und
„dann auch mehr als 6,20 € pro qm zahlen“ könnten, so Herr Wulff wörtlich.

FAZIT: Der „Schafspelz“Der Firma OTTO WULFF hat nur ein paar Tage gehalten. So wie es aussieht, holt sich hier ein Investor die Zustimmung des Parlaments mit dem Zauberwort „Sozialwohnungen“ - wie schon im Fall „Zeise 2“ offenbar in der Absicht, nachher etwas ganz anderes zu bauen! Es ist zu befürchten, dass die Fa. Wulff vor allem Eines will: BAUEN - so schnell, so viel, so dicht, so hoch
und so profitabel wie nur möglich. Die Flüchtlinge scheinen dabei eher Mittel zum Zweckzu sein.
JA, WIR SIND AUCH WEITERHIN GESPRÄCHSBEREIT!
Wir erwarten aber, dass eine Bebauung nur genehmigt wird auf Grundlage
des ursprünglichen Plans„100% Sozialwohnungen, 30 Jahre Sozialbindung“.
Wir erwarten, dass die Politik für einen klaren, öffentlich einsehbaren Vertrag
mit„Fördern und Wohnen“ sorgt, der eine vorzeitige Umnutzung des Innenhofs verhindert.
Und schließlich: Es muss eine vernünftige Begrenzung der Baumasse geben. Fünf Geschosse, nachdem wir uns am Runden Tisch bereits auf einen Eckwert von höchstens drei Geschossen geeinigt hatten – das geht gar nicht!

Für den Arbeitsausschuss von OTTE60:
Horst Berger, Detlef Brunkhorst, Hannes Classen, Ruth Fryen, Peter Heinbockel, Gundula Hissmann, Horst Nagel, Michael Peter, Dieter Schrader, Adolf Stolze, Martin Vorhauer, Heiko Weißmann, Ali Wichmann
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.