Ottenser Marktplatz soll schöner werden

In kleinem Rahmen, so wie bei diesem kleinen Stück Grün an der Straße, haben die Anwohner schon selbst für Verschönerung des tristen Platzes gesorgt.

Finanzierung unsicher – Anwohner wollen selbst aktiv werden.

Von Reinhard Schwarz.
Erwacht der Ottenser Marktplatz bald aus seinem Dornröschenschlaf? Seit Jahren gibt es Pläne, den öden Platz zu verschönern. Viele Bewohner haben lila Bänder an Balkons hängen, um zu signalisieren, dass sie eine Umgestaltung des Platzes wünschen. Das Wochenblatt hat sich unter Anwohnern umgehört. Ergebnis: verschönern ja, aber bitte keine weitere Partymeile!
„Wir wollen, dass der Platz begrünt wird und haben auch schon einiges gemacht“, sagt Gabriele Dörr. So wurde ein kleines Stück vor einem Friseurgeschäft auf Kosten von Anwohnern begrünt und umzäunt. „Der Zaun soll verhindern, dass die Leute drauf rumtrampeln.“
Auch Nachbarin Ute Walter spricht sich für eine Begrünung aus: „Die Idee ist es, den Platz zu bepflanzen und zur Hälfte von Autos freizuhalten. Der Platz ist derzeit total verwaist, dabei ist er einer der schönsten Orte in der Umgebung.“ Nach englischem Vorbild des „Urban Gardening“ könnten Anwohner aktiv werden: „Das ist dann Demokratie auf kleinstem Raum.“
Allerdings: Ein weiteres Café will hier offenbar niemand. Gabriele Dörr: „Cafés gibt es schon genug hier.“ Aus ihrer Sicht könnten sich Anwohner, Schulen und Kitas an Hochbeeten beteiligen. Der Vorschlag sei bereits im Bürgerideen-Portal „Next Hamburg“ im Internet vorgestellt worden.
Auch Silvia Buth, die seit 28 Jahren hier wohnt, kann sich eine Verschönerung vorstellen, zumal der Platz in einem schlechten Zustand sei: „Hier kommen die Leute mit ihren Autos vorgefahren, lassen ihre Hunde hinkacken und fahren dann wieder weg.“ Gegen „kleine Events“ habe sie nichts, sagt sie, nur kein Café – wegen der zu erwartenden Lärmbelästigung.
Doch wie steht es mit der Umsetzung? Gesche Boehlich, Fraktionschefin der Altonaer Grünen: „Wir sperren uns nicht gegen das Projekt, aber wir haben kein Geld.“ Allein die Planung sei bereits mit 10.000 Euro zu veranschlagen. „Da haben wir auf die Bremse getreten.“ Soziale Projekte seien aktuell vorrangig.
Thomas Adrian, Fraktionsvorsitzender des Koalitonspartner SPD erklärt, das Projekt Ottenser Marktplatz sei durchaus aktuell: „Das ist schon eines der Themen, die wir wichtig finden.“
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