Ottensener Ladenzeile wird im Oktober abgerissen

Die Ladenzeile in der Bahrenfelder Straße 184-188 steht seit Frühjahr 2011 leer und verkommt zusehends. Ab Oktober dieses Jahres soll sie zusammen mit dem daneben liegenden Aldi-Markt und dem Wasch-Center abgerissen werden. Hier soll ein Wohn- und Geschäftshaus entstehen, Aldi und das Wasch-Center werden nach voraussichtlich anderthalb Jahren Bauzeit wieder einziehen.

Kriegslücke in der Bahrenfelder Straße wird durch Neubau geschlossen.

Von Reinhard Schwarz.
Es steht seit anderthalb Jahren leer und verkommt zusehends: das Haus an der Bahrenfelder Straße 184-188. Die eingeschossige Häuserzeile mit ehemals vier Geschäften, darunter einer Pizzeria und einem Zeitungskiosk, wird immer wieder neu mit Veranstaltungsankündigungen beklebt und ist mit Graffiti-Parolen beschmiert. Alte Plakatreste werden in den Hauseingängen entsorgt, zusammen mit schimmligen Essensresten. Im Frühjahr 2011 zogen hier die Gewerbemieter aus, seitdem steht die kleine Ladenzeile leer. Doch jetzt gibt es Neuigkeiten: Schon im Oktober soll der marode Altbau abgerissen werden.
Ein Neubau ist geplant. Das erklärte der Geschäftsführer der Immobilienfirma Schulte Hubbert GmbH, Karl Schulte-Hubbert: „Seit Ende April dieses Jahres liegt uns eine Baugenehmigung vor.“ Aus Statik-Gründen habe es Verzögerungen mit der Umsetzung gegeben.
Auf dem Gelände soll ein Wohn- und Gewerbehaus mit 28 Wohnungen entstehen, acht davon um die Ecke an der Zeißstraße. Geplant ist weiterhin eine Tiefgarage mit zwei Ebenen. Der Neubau bezieht auch die Fläche des jetzigen Aldi-Marktes ein und das daneben liegende Wasch-Center. Aldi und das Wasch-Center werden also noch vor dem Abriss schließen müssen.
Nach Fertigstellung des Gebäudes, voraussichtlich im Frühjahr 2014, sollen Aldi und das Wasch-Center wieder einziehen. Aldi will sich sogar vergrößern. Ein Sprecher von Aldi-Nord: „Eine Umgestaltung des Geschäfts ist geplant; es wird kurzfristig losgehen, ich möchte mich aber nicht auf Termine festlegen.“
Schulte-Hubbert beharrt indes auf den geplanten Abrisstermin im Oktober: „Auf den Abriss folgt die Kampfmittel-Sondierung, dann dürfen wir in die Tiefe gehen.“ Der Zugang zur Tiefgarage in der Zeißstraße werde bleiben, so der Firmenchef. Allerdings werde sich durch die Bauweise der neuen Tiefgarage die Lärmbelastung für die Anlieger verringern.
Vor dem Zweiten Weltkrieg stand hier noch ein Wohnhaus, so Schulte-Hubbert. Fliegerbomben ließen nur das eingeschossige Rumpfgebäude übrig. Insofern wird mit dem Neubau eine der vielen Lücken geschlossen, die der Krieg gerissen hat.
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