Nur noch Stehplätze am Busbahnhof Altona

Eckehardt Zimmermann aus Altona ärgert sich, dass man am Busbahnhof Altona kaum noch Sitzmöglichkeiten findet. Foto: cvs

Neue Abfahrtsbereiche: Es fehlt an Sitzen und Bänken

Ch. v. Savigny, Altona

Am Busbahnhof Altona sind Sitzplätze derzeit Mangelware: Ende letzten Jahres hatte die Hamburger Hochbahn die Abfahrtsbereiche für die Busse neu sortiert – mit dem Ergebnis, dass es nun deutlich weniger Möglichkeiten gibt, sich beim Warten hinzusetzen. Eckehardt Zimmermann ist als Pensionär mit Schwerbehindertenausweis besonders davon betroffen. „Abends steht man schon mal bis zu 20 Minuten“, sagt der Altonaer, der täglich mit dem Bus im Stadtgebiet unterwegs ist.
Viele ältere Leute haben unter der Umstellung zu leiden. „Im Verlauf der Linie 15 Richtung Flottbek ‘raus gibt es etliche Alten- und Behindertenheime“, sagt Zimmermann. Noch nicht mal anlehnen könne man sich, „wegen des störenden Handlaufs am Treppenaufgang der S-Bahn.“
Reine „Stehplätze“ sind seit neuestem die Zonen „A“ und „E“ an der Ostseite des überdachten Busbahnhofs. Nach Auskunft der Hamburger Hochbahn, die die HVV-Buslinien betreibt, wurden die Ankunfts- und Abfahrtsbereiche der Linien 1 (Altona – Rissen) und 15 (Alsterchaussee – Klein Flottbek) jeweils zusammengelegt, um die Fahrzeiten zu verkürzen.

„Unter anderem kann die Metrobuslinie 1 in Fahrtrichtung S-Bahnhof Rissen nach der Fahrgastaufnahme nun ohne Umfahrung der kompletten Anlage den Bahnhof Altona über die Museumstraße verlassen“, sagt Hochbahn-Sprecherin Saskia Huhsfeldt. Bei der Neuanordnung sei darauf geachtet worden, alle Linien, die gemeinsame Linienabschnitte besitzen, möglichst nah beieinander abfahren zu lassen. Sitzplätze gibt es vor Ort zwar noch ein paar – jedoch sind diese offenbar häufig von Trinkern und Stadtstreichern besetzt.
Am einfachsten wäre es, ein paar Bänke an die Wand zum Treppenaufgang zu schrauben. Problem: Dieser Bereich gehört bereits zur Deutschen Bahn. Freistehende Sitze möchte die Hochbahn auch nicht so gern, weil die Verankerung schwierig ist und Leute darüber fallen könnten. „Da der Wunsch nach weiteren Sitzplätzen jedoch vorhanden ist, werden wir prüfen, ob und vor allem wo weitere Sitzgelegenheiten aufgestellt werden können“, verspricht Huhsfeldt.
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