Noch mehr Bilder aufgetaucht

Wiederentdeckt: Diese Glas- Miniatur von Karl Hölle zeigt eine detailreiche Figur mit einem üppigen Blumenbukett. (Foto: pr)

Verschollene Bilder des Altonaer Glaskünstler Karl Hölle fanden sich in einer Altonaer Wohnung

Von Gaby Pöpleu

Sie zieren eine Zwischenwand mit Schiebetür in einerAltonaer Wohnung: Zehn bleiverglaste Miniaturen des Altonaer Glaskünstlers Karl Hölle. Dort hatte Hermann Brand, Altonaer Glaser, sie vor langer Zeit mit seinem Vater, der ebenfalls Glaser war, eingebaut.

„Ein für mich nicht möglich gehaltenes Wunder“

Über das Elbe Wochenblatt hatte das Altonaer Stadtarchiv nach verschollenen Glas-Bildern von Karl Hölle gesucht. Denn Hölle hatte im ganzen norddeutschen Raum viele bemerkenswerte Werke geschaffen, war aber nach seinem Tode im Jahr 1946 vollkommen in Vergessenheit geraten. Hermann Brand hatte sein
Wochenblatt aufmerksam gelesen und sich beim Stadtarchiv gemeldet.
„Unsere Freude war groß“, berichtet Wolfgang Vacano vom Stadtarchiv. Zusammen mit Joachim Grabbe besuchte er Brand zuhause und fand weitere gläserne Kunstwerke die Brands Werkstattbüro dekorierten, eines hing in Brands Wohnzimmer.
Zufällig wurde außerdem kürzlich ein Glasfenster in Geesthacht entdeckt. Glasermeister Holm Lilie bestätigte: Es handelt sich auch hier um ein Hölle-Werk. Zeitungsberichte über diesen Fund machten dann die Nichte Hölles aufmerksam: Sie meldete sich bei den Heimatforschern des Stadtarchivs. – „ein nicht für möglich gehaltenes Wuner“, meint Wolfgang Vacano.

Hölle-Dokumentation kann im Web heruntergeladen werden

„Wir hoffen, dass die Suche weiterhin so erfolgreich ist“ hofft Wolfgang Vacano. Aber zunächst muss die Herkunft der gefundenen Werke genauer unter die Lupe genommen werden. Zusammen mit dem Mitarbeiter-Team des Altonaer Stadtarchivs arbeitet Vacano an einer umfangreichen Hölle-Dokumentation, die aus dem Internet kostenlos heruntergeladen werden kann:
www.altonaer-stadtarchiv.com
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