Neues Stadtviertel: Jetzt geht’s los

Der Baum steht noch da....

Dreieck Von-Sauer-Straße /Bahrenfelder Chaussee/ Straußstraße: Abriss ist im Gange.

Seit Jahren angekündigt, ist der Abriss der alten Bahrenfelder Ortsmitte im Dreieck Luruper Chaussee, Von-Sauer-Straße und Straußstraße nun in vollem Gange. Damit verschwindet ein Viertel, das einst das Herz Bahrenfelds war, über die letzten zehn Jahre aber mehr und mehr verkam und und zum Schluss ein einziges Ärgernis darstellte. In jahrelanger Erwartung des Abrisses waren die Häuser und Wohnungen nur noch an sogenannte „Models“ zwischenvermietbar – die Nachbarschaft verwandelte sich in ein schmuddeliges Rotlichtviertel.
Einige Anwohner, die besonders an ihren Häusern hingen, wie die Familie Voss im Haus Von-Sauer-Straße 14, hielten dennoch lange in dem rapide verkommenden Viertel aus. Doch auch sie zogen schließlich aus. Hausbesitzern wurden Verkauf und Auszug zum Teil mit beträchtlichen Summen schmackhaft gemacht.
Ende März soll der Abriss abgeschlossen sein. Die für dieses Projekt gegründete Von-Sauer-Straße Projektentwicklungsgesellschaft mbH & Co. KG wird auf dem insgesamt 7.664 Quadratmeter großen Grundstück für knapp 65 Millionen Euro rund um einen grünen Innenhof ein Neubauviertel „aus einem Guss“ mit einer Bruttogeschossfläche von 25.000 Quadratmeter errichten. Geplant sind unter anderem 143 Wohnungen und 3.000 Quadratmeter Einzelhandelsfläche. Laut Auskunft von Investor Jörg Müller von der MIC Immobilienentwicklung und Consulting GmbH stehen für 80 Prozent der Ladenflächen schon Mieter bereit.
Der Bauvorbescheid liegt vor, der Bauantrag ist eingereicht. Fertigstellung war ursprünglich für Ende 2014 vorgesehen, aber dieses Ziel wird nicht einzuhalten sein. Selbst der Termin der Grundsteinlegung liegt noch nicht endgültig fest: voraussichtlich im Herbst. Auch ein Bodengutachten steht noch aus. Müller: „Auf einem Baufeld wie diesem ist man vor Über raschungen nicht sicher. Im Laufe der Jahrzehnte gab es viele Nutzungen, unter anderem stand hier auch einmal eine kleine Tankstelle.“
Erste Problemstoffe sind schon in großen verschlossenen Säcken abtransportiert worden, laut Auskunft des Investors handelt es sich um Eternit-Schindeln, mit denen einige der alten Häuser gedeckt waren.
Mit dem Komplettabriss des alten verwinkelten Stadtteils verliert das Mobile Einsatzkommando MEK eine Trainingsstätte. Die Beamten hatten zwischen den leerstehenden Bauten den Häuserkampf geübt.
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