Neues Flüchtlingsdorf hinter dem Altonaer Krankenhaus

Beschlossene Sache: Auf diesem Areal werden Flüchtlingsunterkünfte aufgestellt.

Auf die Zirkusfläche am Holmbrook sollen 200 bis 300 Flüchtlinge ziehen.

Der Bezirk Altona bekommt eine neue Flüchtlingsunterkunft in Othmarschen. Auf dem „Zirkusplatz“ am Holmbrook, hinter den Hausnummern 1-5, sollen Wohncontainer aufgebaut werden, die rund 200 bis 300 Menschen Platz bieten. Die gesamte Grünfläche ist 7.000 Quadratmeter groß, sie wird jedoch nur teilweise genutzt werden.
Wer wird hier wohnen?
Flüchtlinge, die schon länger als drei Monate in Deutschland sind und bisher in Erstunterkünften gelebt haben.
Wie lange wird die Fläche so genutzt?
Angesichts der anhaltenden Flüchtlingssströme aus den Krisengebieten der Welt ist nicht absehbar, wie lang der Standort für Flüchtlingsunterkünfte gebraucht werden wird.
Was ist das für ein Areal?
Es ist teilweise als Grünfläche, Außengebiet-Dauerkleingärten und in einem kleinen Teilbereich als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen. Die Fläche wird sporadisch von Puppentheatern oder Zirkussen genutzt. Das umliegende Gelände ist Wohngebiet.
Wer sind die Nachbarn?
Unter anderem das Restaurant Röperhof, die Asklepios Klinik Altona, die Elbschule für Hörgeschädigte, die Schule Hirtenweg, die Loki-Schmidt-Schule, das Sinus Hospiz.
Wie ist man auf diesen Standort gekommen?
Die Fläche am Holmbrook gehört zu einer Liste von möglichen Standorten, die das Bezirksamt Altona an die Sozialbehörde und an die Behörde für Inneres gemeldet hat. Diese Standorte werden von Behördenmitarbeitern geprüft. Danach wird entschieden, ob sie für eine Erstunterkunft oder eine Folgeunterkunft geeignet sind.
Wie gehts weiter?
Sobald die ersten Planungen und Zeitabläufe feststehen, voraussichtlich in der zweiten Dezemberwoche, wird es eine öffentliche Informationsveranstaltung geben. Baubeginn soll im Januar sein, Fertigstellung im ersten Quartal 2015.
Wie reagiert die Altonaer Politik?
Quer durch die Fraktionen sauer, weil die Entscheidung ohne jede Beteiligung der Anwohner oder der politischen Vertreter gefallen ist. Deswegen wollen die Altonaer Politiker auch die Infoveranstaltung den Behörden überlassen: „Die Bevölkerung veralbern - das soll die Behörde selbst.“
Was sagt Altonas Bezirksamtsleiterin Dr. Liane Melzer?
„Ich kann die Zurückhaltung der Politik verstehen, aber die Not ist groß, wir müssen Flächen schnell zur Verfügung stellen. Wie die Altonaer den Flüchtlingen bisher mit ehrenamtlicher Unterstützung zur Seite stehen, veranlasst mich zu tiefster Dankbarkeit.“

❱❱❱ www.hamburg.de/fluechtlinge

Flüchtlingsbeirat
Der Sozialausschuss der Bezirksversammlung Altona hat einen neuen Flüchtlingsbeirat ins Leben gerufen. Dabei sind: Josiane Kieser, CDU; Yusuf Uzundag, Grüne, Horst Schneider, Linke, und Ilona Schulz-Müller, SPD, als Koordinatorin. Der Beirat soll Fragen und Themen in den Flüchtlingsdörfern in Altona frühzeitig erkennen, die Einrichtungen besuchen und sich mit den Verantwortlichen und der Behörde beraten, mit anderen Flüchtlingsbeiräten und mit ehrenamtlichen Helfern Kontakt aufnehmen und Themen in den Sozialausschuss tragen.
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