Neuer Pastor der St.-Thomas-Becket-Kirche kommt aus Australien

Neuer „Chaplain“ der St.-Thomas-Becket-Kirche: Matthew Jones (52). (Foto: cvs)
Von Christopher von Savigny. Hello, I'm Matthew!“ Die Begrüßung mit Chaplain Matthew Jones fällt angenehm informell aus. Australier seien da sehr „relaxed“, sagt der 52-Jährige und lacht freundlich. Vor wenigen Wochen hat Jones die vakante Pastorenstelle an der St. -Thomas-Becket-Kirche am Zeughausmarkt übernommen und dabei gleich zu Beginn ein Mörder-Programm absolviert: Donnerstag Ankunft aus Down Under, Freitag Einsetzungsgottesdienst, Sonnabend Nacht der Kirchen und am Sonntagmorgen der erste reguläre Gottesdienst.
„I hit the ground running“, nennt es der große, schlanke Mann mit den lustig zwinkernden Augen. „Ich musste gleich voll durchstarten.“ Insbesondere die Nacht der Kirchen, die nach australischer Zeitrechnung bis etwa 8 Uhr früh dauerte, habe er nur mit Hilfe vieler Tassen Kaffee überstehen können. „Aber das Programm hatte den Vorteil, dass ich mich sofort in die Gemeinde integriert fühlte.“
Was verschlägt einen Kirchenmann aus dem heißen, australischen Brisbane ins kühle, regnerische Hamburg? Oh, sagt Jones. An das Wetter habe er sich schnell gewöhnt. „Nicht so
stickig wie in Australien!“
Fast 20 Jahre war Jones in Queensland als Pastor aktiv, als das Angebot aus Deutschland kam. „Eine große Herausforderung“, findet er. Eine Herausforderung, die er sofort annahm. „Weil ich spürte, dass Gott etwas mit mir vorhatte.“
In Hamburg erwarten Jones neue Aufgaben. Während die anglikanische Kirche in Australien eine der Hauptreligionen ist, hat er es hier mit einer kleinen Minderheit zu tun: Gerade mal 100 Familien sind als Gemeindemitglieder eingetragen, nur ein Drittel davon hat einen englischen Pass. Der Rest verteilt sich auf Deutsche, Afrikaner und einige weitere Länder. „Ich möchte möglichst wenig Zeit mit Papierkram verbringen und mich stattdessen mit den Leuten beschäftigen“, kündigt der Pastor an.
Nächstes Jahr steht zudem das 400-jährige Jubiläum der anglikanischen Gemeinde an. Und Deutsch lernen möchte Jones. Zweimal in der Woche kommt ein Privatlehrer. Ein paar kurze Sätze kann er schon sprechen. Der wichtigste: „Können Sie das bitte auf Englisch sagen?“
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