Neue Wundermaschine für das Krankenhaus Altona

Stundenlang musste Bolzen entfernt und neue angezogen werden, bevor der Kernspintomograph sich auf den Weg durch die Luft machen durfte.

Kernspintomograph der neuesten Generation wurde „eingeflogen“

Er dampfte wie eine alte Lok, dann schwebte er am Haken eines 350-Tonnen-Krans durch die Luft über das Dach der Notaufnahme in den Innenhof und wurde durch eine extra vergrößerte Fensteröffnung genau dort eingepasst, wo er hin sollte: in die Radiologie des AK Altona. Der neue ultramoderne Kernspintomograph der Asklepios Klinik reiste am vergangenen Freitag mit großer Show in sein neues Zuhause ein.
Das 6.000 Kilogramm schwere und zwei Millionen Euro teure Philips-Gerät kommt aus Cleveland und wurde über Eindhoven als Schwertransport bis in die Paul-Ehrlich Straße gebracht. „Archieva 3.0T TX“ heißt es und kann wahre Wunderdinge vollbringen. Durch eine neue Technologie gibt es auf den Bildern, die dieser Apparat vom menschlichen Innenleben macht, keine Schatten mehr. Dadurch, dass die neue Technologie die Radiofrequenz-Signale aus verschiedenen Richtungen sendet und gleichmäßig im Gewebe verteilt, enstehen perfekt ausgeleuchtete Bilder. Der Kernspin kann sich genau auf den individuellen Körper, dichteres und weniger dichtes Gewebe einstellen.
Innen ist ein mit Helium auf minus 270 Grad gekühlter Magnet. So stark ist dieser Magnet, dass, wäre er eingeschaltet, sämtliche Handys der Journalisten, die um die Maschine Herumstehen, nicht mehr funktionieren würden. „Da ginge gar nichts mehr“, erklärt André Bongaertz, Operations Manager der Kühne GmbH, die wöchentlich Kernspintomografen in Deutschland und Nordeuropa ausliefert.
Der Vorteil des Geräts für den Patienten: Die Untersuchung geht in Zukunft fast doppelt so schnell wie mit dem herkömmlichen Kernspin. Besonders wichtig ist das zum Beispiel für Unfallopfer mit mehreren inneren Verletzungen, die schnellstens erkannt und behandelt werden müssen. Bis die neue Wundermaschine in Betrieb geht, muss sie noch von Fachleuten justiert werden. Ende Oktober kann sie dann das erste Mal benutzt werden.
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