Neubau „Bergspitze“: Bleibt groß, wird aber schöner

Immer wieder protestieren Anwohner gegen das Neubauprojekt am Goetheplatz. Ihre Befürchtung: Vom Platz wird nach der Bebauung nur noch eine Kreuzung übrig bleiben.

Kaufleute regen Fassadenwettbewerb an - Politik stimmt zu.

Neuigkeiten für den geplanten Neubau „Bergspitze“ am Goetheplatz: Es soll ein Fassadenwettbewerb ausgeschrieben werden. Der Vorschlag kommt von den im Verband EinkaufsCity Altona zusammengeschlossenen Kaufleuten aus der Großen Bergstraße. Die Mehrheit der politischen Fraktionen in der Bezirksversammlung Altona haben die Idee aufgegriffen und wollen sie umsetzen.
Damit reagiert die Politik auf die ständige Kritik an der Bergspitze aus der Bevölkerung. Das weiß auch der Investor - er zeigt sich kooperativ, aber nicht begeistert. Kai Krahmer von Bruhn Immobilien: „Die Politik ist damit aus dem Schneider. Für uns bedeutet das: Mehr Kosten, längere Zeit und, wenn man es positiv betrachtet, vielleicht auch eine schönere Fassade.“
Ein Fassadenwettbewerb geht finanziell zu Lasten des Eigentümers. Mehrere Architekturbüros werden eingeladen, Vorschläge einzureichen. Eine Jury, der unter anderem Altonas Baudezernent Dr. Reinhard Gütter, Hamburgs Oberbaudirektor Professor Jörn Walter und Mitglieder des Sanierungsausschusses angehören sollen, werden dann den besten Entwurf heraussuchen.
Seit vielen Monaten kritisieren annaelbe und andere Bürgerinitiativen das Bauprojekt am Goetheplatz. Ohne Erfolg: Die rotgrüne Koalition in Altona lässt sie abblitzen. Weshalb jetzt plötzlich die Bereitschaft, auf Vorschläge aus der Anwohnerschaft einzugehen? Mark Classen, Baupolitischer Sprecher der SPD-Fraktion: „Die Initiativen sind gegen die Bergspitze, punkt. Sie haben keine Vorschläge gemacht, sich nicht eingebracht. Der ECA dagegen hat sich mit der Idee eines Fassadenwettbewerbs sehr konstruktiv verhalten.“
Robert Jarowoy, Chef der Linksfraktion, sieht das anders: „Inhaltlich sagt der ECA doch das gleiche wie die Inis: Vom Goetheplatz bleibt durch den Neubau kaum was übrig. Aber die Kaufleute lassen sich mit dem Fassadenwettbewerb abspeisen, die Initiativen nicht.“
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2 Kommentare
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Reiner Bachmeier aus Altona | 01.03.2013 | 10:22  
30
Mark Classen aus Altona | 04.03.2013 | 14:40  
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