Nachhilfe für Azubis

A&A Plus unterstützt junge Auszubildende bei der Prüfung.

Von Christopher von Savigny.
Ronny (20, Name geändert) ist Maler- und Lackierer-Azubi. Durch die Abschlussprüfung ist er mit Pauken und Trompeten durchgefallen: Note Sechs, ungenügend. Der Weg in die Arbeitslosigkeit schien vorgezeichnet – doch dann bekam Ronny Hilfe von der Gesellschaft A&A Plus in Altona. „A&A“ bedeutet „Ausbildung und Arbeit“ und ist ein Angebot der Hamburger Agentur für Arbeit. Nach einem halben Jahr wiederholte Ronny die Prüfung. Das Ergebnis: eine blitzsaubere Drei plus. „Das macht mich mächtig stolz und ihn auch“, sagt A&A-Bereichsleiter Michael Wellern.
Seit 28 Jahren ist A&A an der Jessenstraße als Bildungsträger aktiv: Wer als Azubi in der Berufsschule nicht mehr mitkommt und sich Sorgen um seine Zukunft macht, der kann sich an diese Einrichtung wenden. In Kleingruppen von maximal sechs Schülern bekommen die Jugendlichen zwischen drei und acht Stunden pro Woche Nachhilfeunterricht von qualifizierten Fachdozenten. Ohne Druck und ohne Angst haben zu müssen. „Wir sind dafür da, dass die Azubis sich wohlfühlen“, sagt Sozialpädagoge Hans-Ludwig Pehmöller. „Hier wird keinem der Kopf abgerissen!“ Hilfe gibt es auch bei familiären Schwierigkeiten oder bei Drogen- und anderen persönlichen Problemen.
Sich einzugestehen, dass man alleine nicht weiterkommt – so etwas erfordert Überwindung. „Das schafft nicht jeder“, sagt Bereichsleiter Wellern. Daher möchte er junge Leute ermutigen, das Angebot in Anspruch zu nehmen. „Unsere Erfolgsquote liegt bei fast 100 Prozent“, berichtet er. Und noch ein wichtiger Punkt: Die Azubis brauchen nichts zu bezahlen – das macht die Arbeitsagentur, die die Nachhilfe auch vermittelt.
„Ursprünglich bin ich zum Arbeitsamt gegangen, um mich über meine Berufsaussichten zu informieren“, sagt Derya (21), die eine Ausbildung als pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte macht. Beim Amt erzählte man ihr vom Förderangebot von A&A. „Im Fach Rechnungswesen habe ich mich von einer Fünf auf eine Zwei verbessert“, berichtet sie. „Die Lehrer haben viel Geduld und können gut erklären!“
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