Moritz Liepmann Haus - hier könnten Flüchtlinge endlich ankommen

(Foto: Leerstandsmelder)
Prima, alle scheinen sich einig zu sein. Das ist doch ein wunderbarer Ort für eine Gemeinschaftunterkunft, in der Flüchtlinge endlich ankommen können. Denn trotz der unermüdlichen freiwilligen Unterstützung: Echte Erleichterung kann sich weder im ehemaligen Baumarkt noch in den Messehallen einstellen. Das Moritz-Liepmann Haus in der Alsenstraße liegt jedoch mitten im Stadtteil in der Nachbarschaft zum Bürgertreff Altona-Nord, in dem viele Infos zusammenlaufen und die Flüchtlinge einen guten Anlaufpunkt hätten. Und so wurde dann auch Anfang des Jahres beschlossen: Im März 2015 sollen Umbauarbeiten beginnen und im Oktober 2015 sollen Flüchtlinge dort einziehen. "Fördern und Wohnen" soll die Einrichtung betreuen. Doch bislang ist nichts passiert.
Doris Foitzik vom Bürgertreff Altona-Nord versichert, dass sich schon sehr viele freiwillige HelferInnen gemeldet haben, um die Flüchtlinge beim Ankommen zu unterstützen. Toll, die Koordination ist hier also schon geregelt.
Warum dort noch nichts passiert ist, möchte ich von einem Mitarbeiter bei "Fördern und Wohnen" wissen. Für die Bauarbeiten sei Fördern und Wohnen nicht zuständig. Natürlich nicht, aber ist der zukünftige Betreiber nicht daran interessiert, zu erfahren, warum es hier nicht weitergeht? Scheinbar nehmen sie es einfach so hin, dass sie nicht informiert werden. Ich frage im Büro von Ksenia Bekeris nach, der SPD-Sprecherin für Soziales. Auch hier weiß niemand, warum es nicht losgeht.
Ein merkwürdiger Kontrast zum Zeise-Parkplatz. Mit Hochgeschwindigkeit wird hier ein Gewerbekomplex gegen den erklärten Willen der AnwohnerInnen durchgeboxt. Dort, wo sich scheinbar alle über die Verwendung des Hauses ebenso einig sind wie über die Dringlichkeit, haben die Bauarbeiten noch nicht einmal begonnen.
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