Mit Lichtkanonen gegen Mieter

Nein, hier landet kein UFO, es ist die Mitternachtssonne in Altona
Im nördlichen Teil der Harkortstraße werden die Häuser mit einem Flutlicht angestrahlt. Seit Anfang November leuchtet eine mehrere tausend Watt starke Lampe von dem Baukran der Firma BAUWENS in unsere Wohnungen. Von der gegenüberliegenden Baustelle ist es nun möglich, bis in die Schlafzimmer, Duschen und Kinderzimmer zu schauen. Wer zufällig aus den Fenster sieht wird geblendet und kann längere Zeit schlecht sehen. Einige Anwohner mussten ihre Fenster mit Laken zuhängen, da Lesen oder TV durch das grelle Licht kaum möglich ist.

Meine Beschwerde beim Quartiersmanagement für die NEUE MITTE ALTONA (DSK Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH & Co. KG) brachte keine Besserung, dort ist man seit November 2017 nicht mehr zuständig, ich wurde an die ProQuartier Hamburg (Gesellschaft für Sozialmanagement und Projekte mbH) verwiesen. Ich schrieb also eine weitere Beschwerde-Mail. Als Antwort wurde mir mitgeteilt, dass man auch nicht für das Beschwerdemanagement zuständig ist, meine E-Mail aber an die Bauleitung weitergereicht hat. Das ist jetzt eine Woche her und das Flutlicht wurde immer noch nicht weiter zum Boden geneigt oder mit Blenden versehen.

„Man will uns aus unserer Wohnungen treiben“ sagt mein Nachbar aus dem Nebenhaus. Er ist schon Paranoid, als langjähriger Mieter muss er mit ansehen wie freigewordene Wohnungen jetzt an WG Vermittler wie Medici Living vermietet werden. „Die Zahlen dreimal so viel Miete wie ich“ sagt er und zeigt mir einen Ausdruck aus dem Internet. Darauf ist ein Foto eines mit schwedischen Möbeln ausgestatteten Zimmers. Ich lese: Möbliertes Zimmer 16qm für Euro 599.- monatlich, in Hamburg Altona, Harkortstraße. Die Wohnungen in seinem Haus haben drei Zimmer, da kommt was zusammen.

Ich glaube ja eher dass sich die Bauleitung der „Neuen Mitte Altona“ einen Spaß daraus macht, uns mit dem Scheinwerfer in die Wohnungen zu leuchten. Ich hoffe nicht, dass es aus etwaigen Veranlagungen heraus passiert. Beim „Ersten Spatenstich“ 2015 mit Bürgermeister Olaf Scholz hieß es noch. „Die Bauarbeiten für die Neue Mitte Altona werden für die Anlieger so verträglich wie möglich gestaltet“. Na Ja, Politiker Versprechen eben…
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1 Kommentar
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Peter Wulf aus Altona | 23.11.2017 | 07:43  
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