Mit der Krücke zugeschlagen

Blutend sitzt das Opfer auf dem Gehweg - am helllichten Tag von einem Mann zusammengeschlagen, der seine Krücken als Waffe benutzte. (Foto: Heinz Mann)

Gehbehinderter greift vier junge Männer an und türmt zu Fuß.

Blutiges Ende einer durchfeierten Nacht: Das erlebten vier junge Männer zwischen 26 und 28 Jahren am Sonnabendmorgen kurz vor 7 Uhr auf der St. Pauli Hafenstraße.
Auf Höhe des Alten Elbtunnels trafen sie auf ein streitendes Pärchen, der Mann an Krücken. Sprach die Gruppe das Paar an? Das ist nicht sicher. Die vier jungen Männer- sie hatten ordentlich getankt - behaupten jedenfalls: Wir haben nichts getan, der hat uns einfach angegriffen.
Egal, wie es dazu kam, es mündete in einer Prügelei. Die aber war sehr einseitig: Im Vorteil war der Gehbehinderte - die Krücken erwiesen sich als schlagkräftige Waffe. Der Angreifer haute ihnen die Gehhilfen quer durchs Gesicht, sodass sie zu Boden gingen. Kaum begriffen die jungen Männer, wie ihnen geschah, mischte sich ein weiterer Mann in die Auseinandersetzung und unterstützte den Krückenschläger. Glaubte er vielleicht, einem Behinderten zu helfen?
Mit mehrereren Streifenwagen war die Polizei vor Ort, ein Rettungswagen brachte zwei stark blutende Männer ins Krankenhaus. Die Beamten suchten die Umgebung ab und fanden den zweiten Angreifer. Der Krückenmann türmte und war dabei schneller als die Polizei; offensichtlich hatte er seine Gehhilfen nicht wirklich nötig gehabt.
Ein paar Stunden später stellte er sich in der Davidwache und beschwerte sich über Schmerzen in der Hand. Auch ihn brachte der Rettungswagen ins Krankenhaus. Dort konnte er sich dann von seinem Geburtstag erholen. Er war am Freitag, 13. Juli, 25 Jahre alt geworden. Ihn erwartet eine Anzeige wegen schwerer Körperverletzung.
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