Mit dem Smartphone im Museum

Museumsvolontärin Martina Fritz beweist: Es funktioniert auch mit dem Tablet-PC.

hamburgmuseum bietet jetzt auch Online-Infos.

Von Christopher von Savigny.
Ab sofort kann man im Museum für Hamburgische Geschichte auf digitale Zeitreise gehen: Dort stehen seit kurzem eine Anzahl interaktiver Schautafeln zur Verfügung, an denen sich Smartphone-Besitzer über so genannte QR-Codes direkt mit dem Online-Lexikon Wikipedia verlinken können. Infos gibt es zu den Themen „Hamburgische Baugeschichte“ und zur Dauerausstellung „Taktgeber Hafen“. Rund 15 Hamburger „Wikipedianer“ haben ehrenamtlich an dem Projekt mitgewirkt. „Das Projekt lädt dazu ein, das Museum neu zu nutzen“, sagt Museumsdirektorin Lisa Kosok.
Und so funktioniert das neue System: Sowohl am Eingang als auch ausgewählten Ausstellungsstücken finden Besucher die quadratischen, aus schwarzen und weißen Punkten zusammengesetzten QR-Codes, die sie mit ihrem Handy abfotografieren können. Auf dem Dis-play des Handys öffnet sich anschließend eine Wikipedia-Seite, die über das Exponat informiert. Links verweisen auf weitere Artikel und laden dazu ein, sich intensiv mit der Hamburger Stadtgeschichte auseinanderzusetzen.
Thematisch beschäftigt sich die neue „QRpedia“ des Museums mit den in den Ausstellung gezeigten Bauteilen. Beispiele sind eine Fensterumrahmung aus einem 1866 abgerissenen Bürgerhaus auf dem Gebiet der heutigen Speicherstadt, die „Schwibbögen“ aus der Jacobikirche, sowie eine rekonstruierte Kaufsmannsdiele. Diese Fragmente waren beim Bau von 1914 bis 1922 fest in die Museumswände integriert worden. Auch zur Ausstellung „Taktgeber Hafen“ kann man interessante Infos herunterladen.
Auf den Weg gebracht haben das Projekt Museumsvolontärin Martina Fritz und Wikipedia-Autor Christoph Braun. „Die Idee ist, dass sich jetzt weitere Interessenten finden, die Lust haben zu schreiben und zu übersetzen“, so Braun. Die Einträge zum hamburgmuseum kann man auch am Heimcomputer über die normale Wikipedia-Seite abrufen.
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