Milzbrand-Alarm: Es war nur Waschpulver

Alarm am Amtsgericht Altona.

An drei Amtsgerichten in Hamburg: Briefe mit weißem Pulver - Großeinsatz von Polizei und Feuerwehr.

Terroralarm am Amtsgericht Altona. Am Donnerstag gegen 10 Uhr wurde die Max-Brauer-Allee an die zwei Stunden lang auf dem gesamten Stück zwischen Holstenstraße und Julius-Leber-Straße von der Polizei gesperrt. Auskunft vor Ort: es seien verdächtige Gegenstände im Amtsgericht aufgetaucht.
Die verdächtigen Gegenstände waren Briefe - als Mitarbeiter der Poststelle sie öffneten, rieselte weißes Pulver heraus. Milzbrand-Erreger? Ein terroristischer Anschlag? Vorsichtshalber rückte die Feuerwehr unter anderem mit Dekontaminations-Einheiten und Notärzten an.
Erleichterung als die Entwarnung kam: Das weiße Pulver war harmlos. Nach Auskunft der Feuerwehr soll es Waschpulver gewesen sein.
Die Spezialeinheiten rückten weiter nach Harburg und an den Sievekingplatz. Auch dort waren Briefe mit weißem Pulver geöffnet worden. Auch dort: ein übler Scherz. Die Polizei ermittelt.
Wegen der aufwendigen Feuerwehreinsätze ging auf den Straßen rund um die Max-Brauer-Allee mehrere Stunden lang gar nichts mehr. Auch in Harburgs Innenstadt kamen die Autos nur zentimeterweise voran.
War lediglich Pulver im Umschlag oder gab es einen Brief dazu? Was stand darin? Wurden die Briefe abgegeben, kamen sie mit der Post? Auf all diese Fragen kann die Polizei zurzeit aus ermittlungstaktischen Gründen nicht antworten. Ermittelt wird wegen Vortäuschen einer Straftat. Polizeisprecher Holger Vehren: „Hier hat jemand eine behördliche Maßnahmen ausgelöst, nur um damit Aufmerksamkeit zu erhalten.“
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